Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Bei einem Hinterhalt unbekannter Bewaffneter auf eine Patrouille der UN-Mission im Südsudan (UNMISS) im östlichen Bundesstaat Jonglei wurden zwei UN-Friedenssoldaten getötet und sieben weitere verletzt. Die Patrouille befand sich Berichten zufolge auf dem Weg nach Pajut, einem abgelegenen Gebiet in der Region, als der Angriff erfolgte.
Unter den Verletzten befanden sich drei UN-Friedenssoldaten, zwei Angehörige der südsudanesischen Nationalpolizei und zwei zivile Mitarbeiter. Im Anschluss an den Vorfall entsandte UNMISS eine schnelle Eingreiftruppe, um das Gebiet abzusichern und die Notfallmaßnahmen zu unterstützen.
UNMISS-Chefin Anita Kiki Gbeho sprach den Familien der Getöteten und Verletzten ihr Beileid aus und bezeichnete die Gewalt gegen UN-Personal als inakzeptabel. Sie forderte die Behörden zu einer gründlichen und unverzüglichen Untersuchung auf, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Mission wies zudem darauf hin, dass Angriffe auf Friedenssoldaten Kriegsverbrechen nach internationalem Recht darstellen könnten.
Der Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 von anhaltender Gewalt betroffen, und der Friedensprozess wird durch erneute Konflikte zunehmend belastet. UNMISS wurde gegründet, um die Zivilbevölkerung zu schützen, humanitäre Hilfe zu ermöglichen, Menschenrechtsverletzungen zu überwachen und den Friedensprozess sowie den politischen Übergang im Land zu unterstützen.
Humanitäre Helfer sind weiterhin ernsthaften Gefahren ausgesetzt. Seit Januar 2026 wurden mindestens 36 Helfer getötet, womit die Zahl des Vorjahres übertroffen wurde. Der UN-Sprecher betonte, dass Angriffe auf humanitäre Helfer gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen.