Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die US-Regierung wirft Kanada diskriminierende Handelspraktiken vor, die sich negativ auf amerikanische Arbeitnehmer, Landwirte und Unternehmen auswirken. Zu den Vorwürfen gehören ein 25-prozentiger Zoll und firmenspezifische Quoten für US-amerikanische Kraftfahrzeuge – Strafmaßnahmen, die gegen kein anderes Land verhängt werden –, die innerhalb eines Jahres zu einem Rückgang der Fahrzeugexporte nach Kanada um 22 Prozent geführt haben. Darüber hinaus hat Kanada in den meisten Provinzen und Territorien amerikanische Weine, Biere und Spirituosen verboten, was einen Einbruch der US-amerikanischen Alkoholexporte um 81 Prozent zur Folge hatte. Für US-amerikanische Milchprodukte gelten Zollquoten, die restriktiver sind als jene für Europa; die Zölle erreichen fast 300 Prozent und kommen damit einem nahezu vollständigen Verbot gleich. Die USA behaupten außerdem, dass protektionistische Maßnahmen Luft- und Raumfahrtunternehmen wie Gulfstream geschadet haben. Laut US-Angaben haben diese Maßnahmen zu Milliardenverlusten und Entlassungen bei amerikanischen Herstellern geführt, während ausländische Wettbewerber, die keinen vergleichbaren Beschränkungen unterliegen, davon profitierten.

Der Bericht ergänzt, dass Kanada stark von Exporten in die USA abhängig ist – drei Viertel seiner Waren gehen dorthin –, dennoch bestehen weiterhin Handelsbarrieren, die zu einem anhaltenden US-Handelsdefizit von durchschnittlich 50 Milliarden US-Dollar jährlich beitragen. Laut Bericht haben 42 % der kanadischen Hersteller ihre Produktion in die USA verlagert oder planen dies. Kürzlich verhängte Kanada zusätzliche Zölle in Höhe von 27,6 Milliarden US-Dollar auf amerikanische Produkte, darunter 50 % auf Stahl und Aluminium sowie 25 % auf Fisch und Werkzeuge. Die USA bezeichnen diese Maßnahmen als Folge gescheiterter Verhandlungen und sehen sie als Vergeltungs- und Zwangsmaßnahmen. Abschließend heißt es in der Erklärung, die USA würden Schritte unternehmen, um Kanadas ihrer Ansicht nach unverdiente Vorteile im Handel zu beenden.