Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Dem Ingenieurteam des Rovers Curiosity gelang es, den Bohrer durch präzise Armbewegungen aus dem Gestein der Atacama-Wüste zu lösen und so weitere wissenschaftliche Untersuchungen mit verschiedenen Bordinstrumenten zu ermöglichen. Dabei wurde der Arm gedreht, gebogen und gewendet, um die Gesteinsplatte vom Bohrer zu trennen. Anschließend wurden das Bohrloch und das umliegende Gelände mit MAHLI, Mastcam und dem Remote Micro-Imager (RMI) von ChemCam abgebildet.
Nachdem der Bohrer freigelegt worden war, analysierte das Wissenschaftlerteam die frisch freigelegten Gesteinsoberflächen und den umgebenden Sand. ChemCam führte Rasteraufnahmen mittels laserinduzierter Plasmaspektroskopie (LIBS) an sauberen Bruchflächen namens Tamarugal und Tamarugo sowie an einem hellen Gesteinsfeld namens Colchane durch. MAHLI und APXS untersuchten Sand in der Nähe von Colchane am Zielgebiet Yerba Loca. Mastcam und ChemCam fotografierten große Felskuppen und polygonale Brüche, um Strukturmerkmale zu dokumentieren, während ChemCam zusätzlich helle Strukturen und einen möglichen Meteoriten auf anderen Felskuppen untersuchte.
Curiosity fuhr anschließend bergauf, um eine Kontaktzone zwischen zwei unterschiedlichen Gesteinsarten zu untersuchen – dem helleren Toro-Gestein und dem dunkleren, schuppigen Inca de Oro-Gestein –, die auf eine Veränderung der Entstehungsbedingungen oder der Entstehungszeit hindeuten könnte. MAHLI, APXS, ChemCam und Mastcam arbeiteten zusammen, um diese Formationen mithilfe chemischer Analysen und Mosaiken zu untersuchen.
Während der gesamten Woche erfassten Umweltinstrumente wie REMS, RAD und DAN kontinuierlich Daten zur Atmosphäre und zum Untergrund. Navcam und Mastcam überwachten Wolken, Staubteufel und Staubkonzentrationen. Nachdem die Funktionsfähigkeit von Bohrer und Bohrgestänge bestätigt worden war, fuhr Curiosity zu einem neuen Gebiet mit einem größeren Gesteinsblock, der für den nächsten Bohrversuch vorgesehen war.