Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Am 12. Juni 1776 verabschiedete Virginia die Virginia Declaration of Rights, die erste offizielle Erklärung der individuellen Freiheiten in den amerikanischen Kolonien. Dieses Dokument gilt als eines der folgenreichsten in der Geschichte der menschlichen Freiheit und beeinflusste sowohl die Unabhängigkeitserklärung als auch die US-Verfassung maßgeblich. Die Erklärung entstand aus den Bemühungen des Fünften Virginia-Konvents, Selbstverwaltung zu etablieren und Rechte zu sichern, die keine Monarchie aufheben konnte, darunter Selbstverwaltung, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und das Recht auf ein Geschworenengericht. George Mason leitete diese Initiative und stützte sich dabei auf Ideen der Aufklärung, insbesondere auf die von John Locke, um zu bekräftigen, dass alle Menschen von Natur aus frei sind und Rechte von ihrem Schöpfer besitzen, die keine irdische Autorität verletzen darf. Die Erklärung bekräftigte, dass die politische Macht beim Volk liegt und die Regierung dem Volk zu dienen hat – nicht umgekehrt.

Das Dokument legte zudem grundlegende Regierungsprinzipien wie Gewaltenteilung, gegenseitige Kontrolle der Staatsgewalten, Pressefreiheit und Religionsfreiheit fest, die bis heute die US-Republik prägen. Diese oft empfundenen, aber selten kodifizierten Ideen schufen ein rechtliches Fundament zum Schutz der Bürger vor Tyrannei. Thomas Jefferson verwendete wenige Wochen später Formulierungen und Ideale der Virginia Declaration in der Unabhängigkeitserklärung, und James Madison orientierte sich bei der Ausarbeitung der Bill of Rights an ihr. Der Jahrestag bietet Anlass, das Engagement für den Schutz der in der Erklärung verankerten Prinzipien und die Wahrung der Freiheiten zu erneuern, die Amerikas Rolle als globaler Verfechter von Freiheit und Wohlstand ausmachen.