Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der Siebenkampf der Frauen ist ein kombinierter Leichtathletikwettbewerb mit sieben Disziplinen, der über zwei Tage ausgetragen wird. Die Athletinnen sammeln in jeder Disziplin Punkte, und die Athletin mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt. Die sieben Disziplinen sind 100-Meter-Hürdenlauf, Hochsprung, Kugelstoßen, 200-Meter-Lauf, Weitsprung, Speerwurf und 800-Meter-Lauf. Der Siebenkampf gilt als die ultimative Herausforderung für weibliche Athletinnen und ist das weibliche Pendant zum Zehnkampf der Männer. Laut World Athletics gibt es auch einen Hallen-Siebenkampf für Männer.
Der Siebenkampf löste den Fünfkampf der Frauen ab, der aus fünf Disziplinen bestand, und feierte 1984 in Los Angeles seine olympische Premiere. Seine Wurzeln liegen im antiken Griechenland, wo er Weitsprung, Speerwurf, Diskuswurf, Stadionlauf und Ringen umfasste. Länder wie Großbritannien, die USA und Deutschland blicken auf eine lange Tradition im Siebenkampf zurück und konnten zahlreiche Welt- und Olympiasiege erringen.
Den ersten vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) anerkannten Siebenkampf-Rekord stellte die US-Amerikanerin Jane Frederick 1981 mit 6104 Punkten auf. Einen früheren, inoffiziellen Rekord hielt die Deutsche Liesl Albert mit 5654 Punkten aus dem Jahr 1978. Die Weltrekorde verbesserten sich rasant, unter anderem durch Athletinnen wie Ramona Neubert aus der DDR und Jackie Joyner-Kersee aus den USA, die jeweils vier Weltrekorde in Folge aufstellten. Neuberts Punktzahlen lagen Anfang der 1980er-Jahre zwischen 6670 und 6935 Punkten, während Joyner-Kersee als erste Frau die 7000-Punkte-Marke überschritt, 1987 7148 Punkte erzielte und 1988 den bis heute gültigen Weltrekord von 7291 Punkten aufstellte.
Jackie Joyner-Kersee ist ebenfalls für ihre Erfolge bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften bekannt. Sie gewann 1988 und 1992 olympisches Gold sowie 1987 und 1993 Weltmeistertitel. Die Belgierin Nafi Thiam konnte diesen Erfolg wiederholen und gewann 2016 und 2021 olympisches Gold sowie 2017 und 2022 Weltmeistertitel. Auch britische Athletinnen wie Denise Lewis, Jessica Ennis-Hill und Katarina Johnson-Thompson haben in dieser Disziplin herausragende Leistungen gezeigt.