Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

UN-Beobachter im besetzten palästinensischen Gebiet berichteten, dass während des Opferfestes Eid al-Adha 26 Palästinenser getötet wurden, als sich die israelischen Luftangriffe verstärkten, während Familien sich auf die religiösen Feierlichkeiten vorbereiteten. Am 26. Mai starben bei drei separaten Luftangriffen zwölf Menschen, darunter ein junges Mädchen, das an den Folgen von Verletzungen starb, die es sich am Vortag zugezogen hatte. Bei einem Angriff wurden Berichten zufolge vier Männer in einem Lager im mittleren Gazastreifen getötet, nachdem sie sich Hausdurchsuchungen widersetzt hatten. Ein weiterer Angriff tötete zwei Männer in einem Auto in Khan Younis. Bei einem dritten Angriff in Gaza-Stadt kamen ein neu ernannter Kommandeur der Hamas-Al-Qassam-Brigaden, seine Frau, drei Kinder und eine Passantin ums Leben. Anschließend wurden laut ersten Berichten am 27. Mai zehn Personen, die mutmaßlich derselben Gruppe angehörten, bei einem Angriff getötet.

Das UN-Menschenrechtsbüro stellte fest, dass israelische Streitkräfte seit der Waffenstillstandsverkündung im Oktober 922 Palästinenser im Gazastreifen getötet haben. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer seit dem 7. Oktober 2023 auf fast 73.000, darunter mindestens 32 Kinder und acht Frauen. Die Blockade beraubt die Palästinenser weiterhin angemessener Unterkünfte, lebensnotwendiger Medikamente, Nahrungsmittel und anderer Güter des täglichen Bedarfs. Nahezu die gesamte Bevölkerung ist vertrieben und konzentriert sich inmitten anhaltender Vertreibungsanordnungen auf einem immer kleiner werdenden Gebiet.

Menschenrechtsermittler hoben zudem die Anweisung von Premierminister Benjamin Netanjahu hervor, die israelische Militärpräsenz auf über 70 Prozent des Gazastreifens auszuweiten. Sie betonten, dass die eingeschränkten Schutzzonen ernsthafte Bedenken hinsichtlich des humanitären Zugangs und der Sicherheit der Zivilbevölkerung aufwerfen. Ajith Sunghay, Leiter des Menschenrechtsbüros in den besetzten palästinensischen Gebieten, erklärte, die Begehung von Kriegsverbrechen sei weiterhin besorgniserregend und beschrieb die Situation aufgrund der anhaltenden Vertreibung, der Blockade und der Zerstörung lebenswichtiger Systeme wie Gesundheitsversorgung und Bildung als unvorstellbar.

Darüber hinaus meldete das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten einen Luftangriff auf ein Wohngebiet in der Nähe von fünf humanitären Einrichtungen in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen. Es wurden keine Opfer gemeldet.