Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Eine Online-Diskussion der Vereinten Nationen mit dem Titel „Kunst erinnert: Kultur als Zeugin und Prävention“ brachte Teilnehmende aus aller Welt zusammen, um zu erörtern, wie kreativer Ausdruck Hass entweder normalisieren oder zu seiner Entschärfung beitragen kann. Die Diskussion bezog sich auf historische Ereignisse wie den transatlantischen Sklavenhandel, den Holocaust und die Völkermorde in Ruanda und Srebrenica. Chaloka Beyani, UN-Sonderberaterin für die Verhütung von Völkermord, betonte, dass Hassrede als Frühwarnzeichen für Gräueltaten wie Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dient, und rief zu Wachsamkeit bei der Gestaltung von Narrativen auf.
Valika Smeulders, Leiterin der Geschichtsabteilung des Rijksmuseums in Amsterdam, sprach über die Dualität kultureller Institutionen – oft verwurzelt in der Geschichte der Herrschaft, aber dennoch fähig, sich mit diesem Erbe auseinanderzusetzen. Sie hob die Museumsausstellung „Sklaverei: Zehn wahre Geschichten niederländischer Kolonialsklaverei“ hervor, die 2023 bei den Vereinten Nationen gezeigt wurde und unter anderem Geschichten von Frauen erzählt, die während der erzwungenen Atlantiküberquerungen Reis in ihren Haaren versteckten. Diese Erzählungen verdeutlichen die Weitsicht und Widerstandsfähigkeit der Versklavten und helfen dem Publikum, sie als Menschen mit Handlungsfähigkeit und Namen wahrzunehmen. Smeulders merkte zudem an, dass die Geschichte der transatlantischen Sklaverei oft von der europäischen Geschichte getrennt betrachtet wurde. Durch die Integration dieser Geschichten verbindet das Museum jedoch eine gemeinsame Geschichte, die grundlegend für die heutigen Gesellschaften in den Niederlanden und den ehemaligen niederländischen Kolonien ist.
Die Podiumsdiskussion fand am Juneteenth statt, dem Gedenktag zur Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten im Jahr 1865, und war Teil des Programms der Vereinten Nationen zum Internationalen Tag gegen Hass.