Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Veröffentlichung des Vorberichts des unabhängigen internationalen wissenschaftlichen Gremiums für Künstliche Intelligenz (AISI). Dieser Bericht liefert die erste globale, vollständig unabhängige wissenschaftliche Bewertung der Auswirkungen künstlicher Intelligenz in verschiedenen Bereichen. Er untersucht KI-Wissenschaft und -Entwicklung, gesellschaftliche Anwendungen, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Implikationen, Menschenrechte und Regierungsführung in sieben Schlüsselbereichen.

„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen vor“, erklärte der UN-Chef und betonte, dass Regierungen und Bevölkerung nun über das nötige Wissen verfügen, um zu handeln, und angesichts der rasanten Fortschritte im Bereich der KI nicht länger zögern dürften, gemeinsame Regeln festzulegen. Er merkte an, dass KI Fortschritte in den Bereichen Gesundheit, Hungerbekämpfung, Bildung und Klimaschutz beschleunigen könne, räumte aber auch die vom Expertengremium detailliert beschriebenen Risiken und Herausforderungen ein.

Der Co-Vorsitzende Yoshua Bengio, der die 40 führenden beteiligten Wissenschaftler vertrat, erklärte, dass die Fähigkeiten der KI derzeit sowohl das wissenschaftliche Verständnis als auch die regulatorischen Kapazitäten übersteigen. Er warnte davor, dass die bestehenden Schutzmaßnahmen angesichts zunehmender Hinweise auf betrügerisches KI-Verhalten unzureichend seien und es keine wissenschaftliche Garantie dafür gebe, dass KI durch autonome oder böswillige Nutzung nicht zu katastrophalen Schäden führen werde.

Der Bericht hebt erfolgreiche KI-Anwendungen hervor, wie etwa die Früherkennung von Brustkrebs und die schnellere Impfstoffentwicklung, betont aber gleichzeitig die Dringlichkeit für politische Entscheidungsträger weltweit, ein gemeinsames, evidenzbasiertes Verständnis der Chancen und Risiken der KI zu entwickeln, um die künftige Steuerung zu lenken.