Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) meldete in den letzten Tagen die Beobachtung mehrerer Projektilflugbahnen, die größtenteils Israel und teilweise der Hisbollah zugeschrieben werden. An einem Beobachtungstag wurden keine Verletzungen des libanesischen Luftraums festgestellt. Umfangreiche israelische Bodenoperationen dauerten im Einsatzgebiet der UNIFIL an. So blockierten zwei israelische Panzer in Tiri einen UNIFIL-Konvoi. Ein Panzer richtete seine Waffe auf ein UNIFIL-Fahrzeug und forderte den Konvoi zum Anhalten auf, woraufhin dieser umkehren und eine neue Route einschlagen musste.

UN-Vertreter, darunter Sprecher Stéphane Dujarric, betonten, dass die UNIFIL-Friedenstruppen gemäß ihrem Mandat des Sicherheitsrates in ihrem gesamten Einsatzgebiet uneingeschränkte Bewegungsfreiheit genießen müssen. Der stellvertretende UN-Sonderkoordinator und humanitäre Leiter im Libanon traf sich gemeinsam mit UNIFIL-Chef Generalmajor Diodato Abagnara mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Parlamentspräsident Nabih Berri. General Abagnara bekräftigte dabei das Engagement von UNIFIL für die vollständige Umsetzung der Resolution 1701 als Rahmen für Stabilität im Südlibanon.

Im humanitären Bereich unterstützte UNIFIL Missionen im westlichen Sektor, um Binnenvertriebene zu helfen. Zusätzliche 12 Millionen US-Dollar aus dem Zentralen Nothilfefonds wurden bereitgestellt, um wichtige Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung, Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt und die Bekämpfung der zunehmenden Ernährungsunsicherheit zu gewährleisten. Laut dem UN-Nothilfebüro OCHA sind seit der Verkündung eines regionalen Waffenstillstands etwa 50.000 Menschen in ihre Häuser in den Gouvernements Nabatieh und Süd zurückgekehrt.