Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat einen Zehn-Punkte-Plan veröffentlicht, der Regierungen und Technologieunternehmen dazu aufruft, soziale Medien von vornherein kindersicher zu gestalten, anstatt sich ausschließlich auf Altersbeschränkungen zu verlassen. Die Richtlinien mit dem Titel „ Kindersicherheit im Internet gewährleisten“ warnen davor, dass schädliche Funktionen wie süchtig machendes endloses Scrollen, Autoplay und permanente Benachrichtigungen bewusste kommerzielle Designentscheidungen und keine unvermeidlichen Begleiterscheinungen sind.
Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte, betonte, dass die Sicherheit, die Privatsphäre und das Wohlbefinden von Kindern im Internet durch diese Gestaltungs- und Geschäftspraktiken gefährdet werden. Er merkte an, dass Sperren für Kinder in sozialen Medien leicht umgangen werden können und sie dadurch in gefährlichere, weniger überwachte digitale Räume treiben könnten. Er hob hervor, dass die Einschränkung des Zugangs zu unsicheren Plattformen nicht das Ende der Sicherheitsbemühungen sein dürfe.
Peggy Hicks, Direktorin für thematische Zusammenarbeit und Sonderverfahren beim OHCHR, sagte, Technologieunternehmen stünden nun vor einer Wahl: Entweder sie ändern die Gestaltung und den Betrieb ihrer Plattformen, um die Rechte und die Sicherheit von Kindern zu verbessern, oder sie sehen sich zunehmend restriktiven Gesetzen und Bußgeldern gegenüber.
Die Leitlinien empfehlen, Sicherheit von Anfang an in die Plattformarchitektur zu integrieren, obligatorische Folgenabschätzungen für Kinderrechte durchzuführen, streng kontrollierte Altersverifizierungsverfahren zum Schutz der Privatsphäre einzuführen und Kinder durch sinnvolle Konsultationen in die regulatorischen Maßnahmen einzubeziehen. Hicks betonte die Notwendigkeit einer agilen, evidenzbasierten Politikgestaltung, um mit den rasanten digitalen Entwicklungen wie KI und Chatbots Schritt halten zu können.