Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Überlebende des Völkermords von Srebrenica 1995 engagieren sich aktiv als Kuratoren und Archivare im Gedenkzentrum von Srebrenica und setzen sich für die Bewahrung der wahren Geschichte der Massenmorde an bosnisch-muslimischen Männern und Jungen durch bosnisch-serbische Streitkräfte in einer von den Vereinten Nationen zur Schutzzone erklärten Region ein. Die Gedenkstätte steht an einem Ort, an dem Tausende vor dem Massaker unter dem Schutz von UN-Friedenstruppen Zuflucht suchten. Die Vereinten Nationen räumten später ihr kollektives Versagen bei der Verhinderung des Völkermords ein.

Almasa Salihovic, Sprecherin des Gedenkzentrums, schilderte ihre Erfahrungen als achtjährige Überlebende, die beim Völkermord, dem 8.372 Menschen zum Opfer fielen, enge Familienangehörige verlor. Sie betonte, dass das Gedenken zur Heilung von Einzelpersonen und Familien beitrage, und brachte ihr Engagement für die Erinnerungsarbeit durch ihre Tätigkeit im Zentrum zum Ausdruck.

Eine weitere Überlebende, Amra Begic Fazlic, beschrieb die Schwierigkeiten, nach ihrer Flucht während des Konflikts nach Srebrenica zurückzukehren. Sie wollte in der Nähe ihrer Angehörigen leben und die Identifizierung und Beisetzung der Opfer im Gedenkzentrum erleichtern, das einen Ort der Trauer und des Gedenkens bieten sollte.

Kurator Azir Osmanovic schilderte, wie die Trennung von Männern und Jungen an einem Kontrollpunkt an der Hauptstraße ihrer Ermordung vorausging. Er betonte, dass sein Engagement für die Bewahrung und Vermittlung dieser Geschichte sowohl persönlich als auch stellvertretend für die Tausenden von Betroffenen der Belagerung sei. Persönliche Gegenstände, die aus Massengräbern geborgen wurden, wie etwa ein Stiefel seines 16-jährigen Cousins, der zusammen mit seinen Brüdern getötet wurde, dienen als ergreifende Mahnmale der Tragödie.

Salihovic äußerte sich zudem besorgt über die anhaltende Leugnung des Völkermords und merkte an, dass jüngere Generationen zunehmend falschen Darstellungen ausgesetzt seien, die das Geschehen dieser Kriegsverbrechen leugnen.