Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Kinder im Sudan leiden schwer unter dem eskalierenden Konflikt. Laut UNICEF sind Drohnenangriffe für 60 Prozent der getöteten Kinder verantwortlich. Seit Beginn des Krieges zwischen rivalisierenden Armeen im April 2023 wurden Kinder in ihren Häusern, auf Straßen, auf Märkten und auf dem Weg zu Bildung und medizinischer Versorgung getötet und verletzt, sagte Sheldon Yett, UNICEF-Repräsentant im Sudan. Er betonte die dringende Notwendigkeit, das Leben, die Rechte und die Zukunft der Kinder zu schützen.
Seit Mai 2026 sind in der Region El Obeid in Nordkordofan mehr als 35 Kinder Berichten zufolge Opfer von Drohnenangriffen und anderen Attacken geworden. Mindestens 18 Kinder wurden getötet und 17 verletzt. Unter den Betroffenen befinden sich Säuglinge im Alter von nur zwei Monaten bis hin zu 17-Jährigen. Die Lage in El Obeid sowie in der gesamten Region Nordkordofan und den Bundesstaaten Darfur und Kordofan ist weiterhin besonders ernst. Laut UNICEF sind dort rund 500.000 Zivilisten gefährdet.
Neben den unmittelbaren Todesfällen und Verletzungen haben die anhaltenden Drohnenangriffe und der Beschuss die zivile Infrastruktur, darunter Wohnhäuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasserversorgungssysteme und Märkte, schwer beschädigt. Diese Angriffe haben wichtige Versorgungswege unterbrochen und die öffentliche Versorgung überlastet, was die Angst, die Sorgen und die Traumata bei Kindern, insbesondere bei jenen, die wiederholten Bombardierungen und Vertreibungen ausgesetzt sind, verschärft hat.
UNICEF warnte davor, dass Kinder schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen wie Rekrutierung, Entführung, sexueller Gewalt und Angriffen auf Schulen und Krankenhäuser ausgesetzt sind. Die Organisation rief alle Konfliktparteien dazu auf, Zivilisten und zivile Einrichtungen zu schützen und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder vor Schaden zu bewahren.
UNICEF und andere UN-Organisationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation, haben alle Seiten dringend aufgefordert, einen sicheren, schnellen und ungehinderten humanitären Zugang zu ermöglichen, um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und die Bemühungen zur Bekämpfung von Ausbrüchen wie Cholera zu fördern.