Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Bei jüngsten Raketen- und Drohnenangriffen in Kiew, Ukraine, wurden laut Angaben der Vereinten Nationen mindestens 14 Zivilisten getötet und erhebliche Schäden an Wohnhäusern und anderer ziviler Infrastruktur verursacht. Diesen Angriffen gingen frühere Bombenangriffe voraus, bei denen mindestens 30 Zivilisten in der Hauptstadt ums Leben kamen.
Matthias Schmale, der ranghöchste UN-Hilfsbeauftragte in der Ukraine, bezeichnete das Leid an den Angriffsorten als unerträglich. Er berichtete, dass Angriffe in mehreren Regionen, darunter Dnipro, Cherson, Kiew und Saporischschja, den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen unterbrochen hätten.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Angriffe und betonte, dass Angriffe auf Zivilisten oder zivile Infrastruktur gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen und unverzüglich beendet werden müssen. Er forderte eine dringende Deeskalation und einen sofortigen, bedingungslosen Waffenstillstand.
Im Juli ist die durchschnittliche Zahl der zivilen Opfer pro Tag in der Ukraine auf 170 gestiegen und hat damit den Wert des Vorjahres übertroffen.
Neben Kiew griffen russische Raketen und Drohnen auch Odessa an, beschädigten Häuser und verletzten einen Bewohner. Zudem beanspruchte das russische Militär die Kontrolle über Kostjantyniwka, während ukrainische Beamte erklärten, ihre Streitkräfte hielten die Stadt weiterhin unter ihrer Kontrolle.
Ukrainische Drohnen griffen Häfen und eine große Ölraffinerie in der russischen Stadt Jaroslawl an und verursachten so einen Stromausfall auf der besetzten Krim. Diese Aktionen könnten die angespannte inländische Ölversorgungslage in Russland, die bereits zu Rationierungen geführt hat, weiter verschärfen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat um mehr amerikanische Patriot-Abfangraketen gebeten, da den ukrainischen Streitkräften derzeit nicht genügend Raketen zur Abwehr ballistischer Raketen zur Verfügung stehen; keine der 23 auf Kiew gerichteten Raketen wurde abgefangen.
Nach den jüngsten Angriffen hat die Ukraine eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York beantragt.
Das UN-Büro für humanitäre Hilfe in der Ukraine plant, im Jahr 2026 4,12 Millionen Menschen zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Hilfeleistung vor Ort, der Nothilfe für Streikopfer und dem Schutz von Binnenvertriebenen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat Bargeldhilfe für den Winterbedarf, Reparaturen an Unterkünften, Energiekostenzuschüsse und Unterstützung bei der Anbindung von Vertriebenen an soziale Dienste geleistet.