Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
In Gaza-Stadt durchkämmen lokale Zivilschutzteams und Freiwillige auch lange nach den ersten Bombenangriffen weiterhin die Trümmer, um die Überreste von Opfern zu finden, die vermutlich unter zerstörten Gebäuden begraben liegen. In einem Gebäude, das in den ersten Tagen des Konflikts angegriffen wurde, sollen sich Berichten zufolge 44 Opfer befunden haben, von denen bisher nur 13 von Suchtrupps geborgen wurden, nachdem kurz nach den Bombenangriffen erste Bergungen durchgeführt worden waren.
Laut lokalen Einsatzkräften werden die Such- und Bergungsarbeiten durch einen Mangel an schwerem Gerät aufgrund israelischer Einfuhrbeschränkungen für Ausrüstung erheblich behindert. Das Vorhandensein von Blindgängern erschwert die Bemühungen zusätzlich, birgt erhebliche Risiken und verlangsamt die Räumung der Trümmer und die Bergung der Überreste.
Eine betroffene Familie, vertreten durch Ramez Nabhan, hat mehrere Verluste erlitten, darunter seine Frau und seine Kinder bei einem Bombenangriff zu Beginn des Krieges. Die Leichen einiger Familienmitglieder wurden kurz nach den Angriffen geborgen, viele bleiben jedoch aufgrund der aktuellen operativen Schwierigkeiten unerreichbar. Nabhan beschreibt eine langwierige Tortur und betont die Verzögerungen, die durch fehlende Ausrüstung und Treibstoff sowie durch unsichere Bedingungen für die Rettungsteams in den ersten Monaten verursacht wurden.
Die anhaltende Situation bedeutet, dass Familien nach langem Warten mit einem komplexen Prozess der Bergung, Identifizierung und Beisetzung ihrer Angehörigen konfrontiert sind. Lokale Teams haben die geborgenen Überreste in dafür vorgesehene Säcke verpackt und bereiten die Identifizierung und die Beisetzung vor. Viele Opfer liegen jedoch noch immer unter den Trümmern, was das Leid der Familien verlängert.