Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der Sprecher der Vereinten Nationen, Stéphane Dujarric, berichtete, dass humanitäre Teams im Gazastreifen weiterhin Lebensmittel und Treibstoff über den Grenzübergang Kerem Schalom erhalten. Die Hilfslieferungen insgesamt seien jedoch aufgrund der Schließung anderer Frachtübergänge und Beschränkungen für bestimmte Güter weiterhin eingeschränkt. Er wies auf einen Rückgang der im letzten Monat gelieferten Hilfsmenge auf weniger als 42.000 Paletten hin, verglichen mit rund 46.600 im Mai. Diese Daten stammen aus dem UN-Mechanismus 2720 gemäß Resolution 2720 (2023) des Sicherheitsrates. Dieses System verfolgt und koordiniert genehmigte humanitäre Lieferungen, unter anderem über den Jordan-Korridor und den Hafen von Aschdod in Israel. Trotz vorheriger Genehmigungen wurden letzte Woche in Kerem Schalom lediglich 42 % der Hilfsgüter aus Ägypten und 65 % aus Aschdod entladen.
UNICEF hob die gravierenden Auswirkungen des Konflikts auf Kinder im Gazastreifen hervor und verwies auf Berichte, wonach in über 1.000 Kriegstagen mehr als 60.000 Kinder getötet oder verletzt wurden. Die Organisation stellte fest, dass trotz der Waffenruhe im Oktober seit über acht Monaten durchschnittlich täglich ein Kind getötet wird. UNICEF betonte, dass Kinder im Gazastreifen inmitten von Vertreibung, Gewalt und dem Mangel an grundlegenden Bedürfnissen wie Ernährung, Gesundheitsversorgung und Schutz aufwachsen.
Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete, dass israelische Streitkräfte einen 16-jährigen Palästinenser im Flüchtlingslager Qalandiya nahe Jerusalem im Westjordanland getötet haben. Zwei weitere Kinder wurden bei demselben Vorfall in die Beine geschossen. Die UN betonte die Notwendigkeit, die Palästinenser im Westjordanland vor solcher Gewalt zu schützen.