Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Während der 1.534 Kriegstage war das ukrainische Gesundheitssystem über 3.000 Angriffen ausgesetzt, die alle Ebenen der Versorgung betrafen, darunter Primärversorgungszentren, Geburtskliniken, Krankenwagen und pharmazeutische Lager, wie aus einem Bericht der Vereinten Nationen unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht.

Etwa 80 % dieser Angriffe richteten sich gegen ambulante Kliniken, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen und führten zu Verletzten, Versorgungsunterbrechungen und Schäden an kritischer Infrastruktur. Angriffe auf Krankenwagen und andere medizinische Fahrzeuge machten rund 20 % der Vorfälle aus, wobei fast ein Drittel davon zu Verletzten führte. Damit zählt der Krankentransport zu den risikoreichsten Sektoren.

Dr. Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, betonte, dass jeder Angriff gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und Patienten, Gesundheitspersonal und auf medizinische Versorgung angewiesene Gemeinschaften gefährdet. Er erklärte: „Dies darf nicht normalisiert werden. Das humanitäre Völkerrecht schützt die Gesundheitsversorgung.“

Der Verfall der Gesundheitsinfrastruktur behindert zunehmend die Bereitstellung lebenswichtiger Dienstleistungen angesichts des wachsenden humanitären Bedarfs. Laut UN-Angaben benötigen rund 12,7 Millionen Menschen in der Ukraine humanitäre Hilfe, darunter 9,2 Millionen, die medizinische Versorgung benötigen. Die Zahl der zivilen Opfer ist im Vergleich zu 2025 um etwa 31 % gestiegen. Die WHO verifizierte für 2026 186 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen mit 15 Todesopfern und mindestens 81 Verletzten. Die Zahl der Todesopfer hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast vervierfacht, die der Verletzten fast verdoppelt.

Der ukrainische Gesundheitsminister Viktor Ljaschko würdigte die anhaltende Unterstützung der WHO und ihrer Partner und wies auf die geschätzten 23,6 Milliarden US-Dollar hin, die für den Wiederaufbau des Gesundheitssektors im kommenden Jahrzehnt benötigt werden. Er hob die Bemühungen hervor, den Zugang der Patienten zu grundlegender medizinischer Versorgung aufrechtzuerhalten. Die WHO betonte, wie wichtig es sei, das ukrainische Gesundheitssystem zu stärken und weiterzuentwickeln, um eine ununterbrochene Gesundheitsversorgung im ganzen Land zu gewährleisten. Im Vorjahr unterstützte die WHO 1,9 Millionen Menschen mit grundlegenden Gesundheitsleistungen, lieferte Medikamente und Ausrüstung an fast 1.000 Einrichtungen und schulte über 2.500 Gesundheitsfachkräfte.