Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Gemeinschafts-, indigene und afro-mexikanische Medienorganisationen in ganz Mexiko nahmen an einem intensiven Schulungsprogramm teil, um ihre technischen und radioproduktionstechnischen Fähigkeiten sowie ihre Organisations- und Managementpraktiken zu verbessern. Das Programm, das darauf abzielte, die Stimmen dieser Gemeinschaften in der mexikanischen Öffentlichkeit zu stärken, wurde vom Kollektiv Canto de Cenzontles organisiert und vom Internationalen Programm zur Entwicklung der Kommunikation (IPDC) der UNESCO finanziert.
Die dreitägige Präsenzschulung fand im Zentrum für Studien zur ländlichen Entwicklung (CESDER) in Puebla statt. Mehr als 50 Kommunikationsfachkräfte, überwiegend Frauen, die 14 indigene Radiosender, drei afro-mexikanische Medien und drei lokale Medienorganisationen aus acht mexikanischen Bundesstaaten vertraten, nahmen teil. Sie erwarben Instrumente und Kompetenzen, um ihre Medienproduktionsstrategien zu verbessern und ihre Präsenz angesichts digitaler, wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen zu stärken.
Diese Schulung ist Teil einer umfassenderen Initiative von Canto de Cenzontles, die von Organisationen wie REDES AC, Boca de Polen, Ojo de Agua Comunicación, CESDER und der UNESCO unterstützt wird. Hauptziele sind die Förderung eines pluralistischen und vielfältigen Medienökosystems in Mexiko, die Stärkung indigener Sprachen und die Gewährleistung, dass das Wissen und die Perspektiven indigener und afro-stämmiger Gemeinschaften im öffentlichen Raum Gehör finden.
Laut Daten des mexikanischen Nationalen Instituts für Statistik und Geographie (INEGI) aus dem Jahr 2020 bezeichnen sich in Mexiko über 23,2 Millionen Menschen als indigen und 2,5 Millionen als Afro-Mexikaner. Dennoch besitzen indigene Gemeinschaften nur 69 Medienlizenzen und afro-mexikanische Gemeinschaften lediglich neun. Dies entspricht weniger als 1 % der 8.406 Rundfunkkonzessionen, die Anfang 2026 von der Telekommunikationsregulierungsbehörde (CRT) als aktiv registriert waren. Zum Vergleich: Community-Medien halten 4,6 % der Konzessionen, öffentlich-rechtliche Medien 11,5 % und kommerzielle Medien 83 %.
Im Rahmen des IPDC-Projekts erhalten indigene und afro-mexikanische Medien in ganz Mexiko Unterstützung, darunter Mikrozuschüsse, Partnerschaften mit lokalen und etablierten Medien, Bildungs- und Forschungsressourcen sowie Mentoring für die Erstellung von Radioprogrammen. Die produzierten Inhalte werden in den kommenden Monaten über öffentlich-rechtliche Sender und digitale Plattformen ausgestrahlt.