Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Vom 27. April bis 2. Mai veranstaltete die UNESCO in Jamaika den Workshop „Community Radio Preparedness, Response and Field Simulation“ (Gemeinderadio: Vorbereitung, Reaktion und Feldsimulation). Ziel war es, die Rolle des Gemeinderadios bei der Katastrophenvorsorge und -bewältigung zu stärken. Zu den Teilnehmenden zählten Medienschaffende, Studierende, Fachkräfte für Notfallkommunikation und Gemeindemitglieder. Unterstützt wurde der Workshop von Rapid Response Radio, CARIMAC an der University of the West Indies, Mona, und der jamaikanischen Rundfunkkommission.

Der Workshop bot praktische Schulungen zum Aufbau von Notfallradiosendern, zur Verbreitung von Kriseninformationen, zur ethischen Kommunikation und zum Schutz des kulturellen Erbes bei Katastrophen. Er hob sowohl die technischen Aspekte als auch die Einbindung der Bevölkerung in die Notfallberichterstattung hervor.

Die Veranstaltung schloss mit einer Live-Simulation im archäologischen Ensemble des 17. Jahrhunderts in Port Royal, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Dort betrieben die Teilnehmenden einen Tag lang einen temporären UKW-Radiosender und befragten Anwohner zu vergangenen Katastrophen, Katastrophenvorsorge und Notfallinformationen. Die Interviews dienten auch der Erfassung von lokalem Wissen über Fischerei, Kulturgüter, das kollektive Gedächtnis und das kulturelle Erbe, um die Resilienz zu stärken.

Die UNESCO betonte, dass Bürgerradio aufgrund seiner lokalen Reichweite, Vertrauenswürdigkeit, Anpassungsfähigkeit und Fähigkeit, zeitnahe und kulturell relevante Informationen bereitzustellen, für die Katastrophenvorsorge unerlässlich ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Stimmen und Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung bei Katastrophenvorsorge, -bewältigung und Wiederaufbaumaßnahmen Priorität haben.