Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Am 23. Juli 1976 begannen die Leichtathletikwettbewerbe der Olympischen Spiele in Montreal, die zu Weltrekorden und bemerkenswerten Leistungen führten. Zu den Höhepunkten zählte Annegret Richters Sieg über 100 Meter für Westdeutschland, der die Dominanz des Ostblocks im Sprint der Frauen beendete. Die DDR gewann neun der vierzehn Goldmedaillen in der Leichtathletik der Frauen, die Sowjetunion zwei und Polen und Bulgarien jeweils eine.

Die 25-jährige Richter spielte zusammen mit ihrer Trainingspartnerin Inge Helten eine entscheidende Rolle dabei, die Sprintdominanz der DDR herauszufordern. Beide hatten kurz vor den Spielen Weltrekorde über 100 Meter aufgestellt. Richter egalisierte die handgestoppte Zeit von 10,8 Sekunden, Helten lief 11,04 Sekunden. In Montreal verbesserte Richter im Halbfinale Heltens elektronischen Weltrekord auf 11,01 Sekunden, obwohl sie nicht ihr volles Tempo laufen konnte. Im Finale sicherte sich Richter nach drei Fehlstarts in 11,08 Sekunden die Goldmedaille, 0,05 Sekunden vor Renate Stecher. Helten gewann Bronze in 11,17 Sekunden.

Richter belegte später im 200-Meter-Lauf mit 22,41 Sekunden den zweiten Platz und verpasste damit knapp das Sprint-Double, da die Ostdeutsche Bärbel Eckert Gold gewann. Stecher sicherte sich Bronze in 22,47 Sekunden und trug zum Sieg der DDR in der 4x100-Meter-Staffel gegen die Bundesrepublik Deutschland bei.

Der kubanische Athlet Alberto Juantorena vollbrachte eine bemerkenswerte Leistung, indem er bei denselben Spielen sowohl den 400-Meter- als auch den 800-Meter-Lauf gewann – ein damals einzigartiges olympisches Double.