Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Im Gebiet Al-Mawasi westlich von Khan Younis organisieren Vertriebene Fußballspiele auf improvisierten Plätzen, umgeben von Zelten und knappen Ressourcen. Asaad Al-Azzabi, ein ehemaliger Spieler des Al-Tajammu-Clubs aus Rafah, spielt oft mit geliehenen oder geflickten Fußballschuhen. Er lebt derzeit allein in einem Zelt im Lager Al-Rahma, einer Unterkunft für Vertriebene aus Rafah mit eingeschränktem Zugang zu sanitären Anlagen und sauberem Wasser, während seine Familie im Ausland medizinisch versorgt wird.

Laut Angaben der Vereinten Nationen leben schätzungsweise 1,7 Millionen Menschen in rund 1.600 Flüchtlingslagern im Gazastreifen, oft in provisorischen oder informellen Unterkünften. Die Bewohner sind auf Wasserlieferungen per LKW angewiesen und leiden unter einem Mangel an lebensnotwendiger Ausrüstung, Treibstoff und Reparaturmaterialien. Trotz dieser Notlage finden weiterhin Fußballspiele zwischen Lagern wie Al-Rahma und dem nahegelegenen Sheikh Al-Eid statt und bieten Momente der Erleichterung und des Gemeinschaftsgefühls.

Schiedsrichter Alaa Abu Taha, Mitglied des palästinensischen Fußballverbands und ebenfalls aus Rafah vertrieben, bezeichnet Fußball für viele im Gazastreifen als „einzige Möglichkeit, sich zu erholen“. Da Hunderte von Sportanlagen durch den anhaltenden Konflikt zerstört wurden und viele Sportler, darunter auch Fußballer, ums Leben kamen, sind die Spieler auf Kreativität und begrenzte Ressourcen angewiesen. Spielfelder, die ursprünglich für Basketball oder Volleyball gedacht waren, werden von der Gemeinde für Fußballspiele umfunktioniert.

Diese Spiele ziehen vertriebene Bewohner an, von denen viele erst nach langem Warten auf Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser oder das Aufladen ihrer Akkus teilnehmen. Die Veranstaltungen bieten inmitten anhaltender Herausforderungen seltene Gelegenheiten für Geselligkeit und Freude und unterstreichen die Widerstandsfähigkeit trotz Knappheit und Zerstörung.

Fußball in den Flüchtlingslagern von Gaza zeigt, wie wichtig Sport bleibt und wie er in einer anhaltenden Krise Hoffnung und Zusammenhalt fördert.