Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) wurde 2011 eingerichtet, um die Zivilbevölkerung zu schützen, humanitäre Hilfe zu leisten, die Menschenrechte zu überwachen und zur Umsetzung von Friedensabkommen beizutragen, die für die Stabilität des Landes unerlässlich sind. Die Mission umfasst Personal aus über 70 Ländern.
Die deutsche Inspektorin Stephanie Königs, die als Polizistin des Jahres ausgezeichnet wurde, blickte nach anderthalb Jahren Einsatz bei UNMISS auf ihre Erfahrungen im Friedenseinsatz zurück. Sie erzählte, dass ihre Motivation, Polizistin zu werden, aus dem Wunsch entstand, Menschen zu helfen, inspiriert von ihren Eltern, die ebenfalls Polizisten waren. Ihr Fokus lag darauf, durch alltägliche Begegnungen während ihrer Streifenfahrten einen konkreten Beitrag zu leisten.
Königs betonte, dass die Wirkung von Friedensmissionen oft in kleinen, unscheinbaren Gesten zum Ausdruck kommt. Sie erzählte von jungen Frauen, die anfangs zögerlich waren, mit den Friedenssoldaten zu sprechen, sich aber nach und nach öffneten und ihre Wertschätzung für deren Bemühungen zum Ausdruck brachten. Geduld, Zuhören und echtes Interesse an den Geschichten der Menschen vor Ort seien ihrer Ansicht nach der Schlüssel zum Aufbau des für effektive Friedensmissionen notwendigen Vertrauens.
Königs hob außerdem hervor, wie die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Herkunft sie inspirierte und trotz kultureller Unterschiede Gemeinsamkeiten aufzeigte. Sie betonte, wie wichtig es sei, den Anteil von Frauen in Friedensmissionen zu erhöhen, um diese Bemühungen weiter zu stärken.