Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Ein vom National Institutes of Health (NIH) gefördertes Forschungsteam hat eine umfassende Gruppe menschlicher Antikörper gegen das Masernvirus isoliert und kartiert. Dies liefert neue Erkenntnisse über die menschliche Immunität gegen Masern. Laut der Studie können diese Antikörper das Virus in Tiermodellen bis unter die Nachweisgrenze reduzieren und bieten somit Potenzial für die Entwicklung antikörperbasierter Therapien.

Die Zahl der Masernfälle hat weltweit und auch in den Vereinigten Staaten zugenommen. Im Jahr 2024 wurden weltweit über 470.000 Fälle gemeldet, und seit Januar 2025 gab es in den USA mindestens 72 Ausbrüche. Trotz der Verfügbarkeit eines wirksamen Impfstoffs haben in den USA keine sicheren und wirksamen Therapien die Zulassung erhalten, sodass gefährdete Bevölkerungsgruppen – wie beispielsweise immungeschwächte Personen, Schwangere und Säuglinge – ohne Behandlungsmöglichkeiten bleiben.

Unter der Leitung von Dr. Erica Ollmann Saphire vom La Jolla Institute for Immunology isolierte das Team Gedächtnis-B-Zellen von einem Spender, der dreimal gegen Masern geimpft worden war. Sie stellten über 100 individuelle humane monoklonale Antikörper her und reinigten diese, die jeweils eine spezifische Stelle des Masernvirus angreifen. Mithilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie erstellten die Forscher Strukturkarten mit atomarer Auflösung, die die Bindung der Antikörper an die beiden Oberflächenproteine ​​des Virus, Hämagglutinin (H) und Fusion (F), zeigen und neun verschiedene Zielstellen identifizieren.

Diese Studie stellt bisherige Annahmen, die größtenteils auf Mausantikörpern und indirekten Methoden beruhten, infrage, indem sie eine detaillierte Charakterisierung der menschlichen Antikörperreaktion liefert. Laut NIH eröffnen diese Ergebnisse einen klaren Weg zu antikörperbasierten Medikamenten, die Menschen schützen oder behandeln könnten, die nicht gegen Masern geimpft werden können.