Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Forscher der University of North Carolina in Chapel Hill und der Duke University haben FoodSeq-FLOW entwickelt, eine DNA-Sequenzierungsplattform, die pflanzliche und tierische DNA-Reste aus Lebensmitteln in Abwasserproben nachweist. Dieser Ansatz ermöglicht die Untersuchung des Lebensmittelkonsums in Gemeinden und kann als Grundlage für Ernährungspolitiken dienen.

Die Studie analysierte 183 Abwasserproben aus 21 Kläranlagen in ganz North Carolina, die über zwei Millionen Einwohner versorgen. Die Forscher identifizierten 184 pflanzliche und 123 tierische Nahrungsbestandteile. Die Analysekosten beliefen sich auf weniger als einen Cent pro Person.

Um die Genauigkeit von FoodSeq-FLOW zu überprüfen, verglichen die Forscher die Häufigkeit von Nahrungspflanzen im Abwasser einer Einrichtung mit derjenigen in 14 Stuhlproben von Bewohnern dieser Einrichtung. Die Häufigkeit pflanzlicher DNA im Abwasser korrelierte gut mit der in den einzelnen Stuhlproben, und fast die gesamte tierische DNA stimmte mit bekannten Nahrungspflanzenarten überein. Dies deutet darauf hin, dass die Plattform menschliche Ernährungsmuster präzise widerspiegelt.

Die siebenmonatige Überwachung in acht Einrichtungen zeigte, dass das Vorkommen vieler Nutzpflanzen je nach Jahreszeit variierte. So war beispielsweise DNA von Spargel, Blaubeeren und Okra im Frühling und Sommer häufiger nachweisbar, während Kohl und Zitrusfrüchte im Herbst und Winter vermehrt vorkamen.