Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Einige Patienten mit Long COVID leiden unter anhaltenden neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und kognitiven Beeinträchtigungen, die möglicherweise mit Autoimmunreaktionen zusammenhängen, berichten vom NIH geförderte Forscher. Autoantikörper – Antikörper, die fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreifen – wurden bei einigen Long-COVID-Patienten gefunden und könnten zu diesen Symptomen beitragen.
Forscher der Yale University School of Medicine und der Icahn School of Medicine am Mount Sinai analysierten Antikörper aus dem Blut von 147 Personen. Sie stellten fest, dass Antikörper von Long-COVID-Patienten und Genesenen häufiger mit menschlichem Nervengewebe reagierten als Antikörper von gesunden Kontrollpersonen. Bestimmte Autoantikörper korrelierten mit spezifischen Symptommuster; so waren beispielsweise Antikörper gegen den Locus coeruleus mit Geschmacks- und Geruchsverlust, Übelkeit und Gelenkschmerzen assoziiert.
Um die Kausalität zu untersuchen, wurden Mäusen Antikörper von Long-COVID-Patienten injiziert. Die Mäuse zeigten ähnliche Symptome wie die Patienten, darunter erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Anzeichen von Nervenschäden, Gleichgewichtsstörungen und verminderte Ausdauer. Dies deutet darauf hin, dass Autoantikörper in einigen Fällen von Long COVID direkt zu neurologischen Symptomen beitragen könnten.
Die in Cell veröffentlichte Studie weist auf eine mögliche Rolle des Immunsystems bei der Aufrechterhaltung neurologischer Symptome von Long COVID hin und könnte zukünftige Behandlungsstrategien beeinflussen, die auf die Aktivität von Autoantikörpern abzielen.