Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die UNESCO organisierte das Treffen „Brasilien-UN-Dialogfonds: Brasilianisches Netzwerk indigener Völker von Biosphärenreservaten und Soziobiodiversität“. Vertreter von über 40 indigenen Volksgruppen kamen zusammen, um über Wertschöpfungsketten der Soziobiodiversität, Biosphärenreservate, politische Maßnahmen für indigene Völker, internationale Konventionen und territoriale Selbstverwaltung zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog indigener Führungskräfte zu stärken und ihre Beteiligung an Umweltschutz und sozialer Inklusion mit Fokus auf nachhaltige Entwicklung zu fördern. Sie fand am 6. April in der Gedenkstätte der indigenen Völker in Brasília in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Arbeitsgruppe der Internationalen Dekade der indigenen Sprachen (IDIL) und weiteren Partnern statt.
Sérgio Monforte, Projektbeauftragter im Bereich Naturwissenschaften der UNESCO in Brasilien, hob die vielfältige Repräsentation der indigenen Bevölkerung aus den sieben Regionen hervor, die von der Vereinigung der indigenen Völker Brasiliens (APIB) definiert wurden. Er betonte, dass der Austausch von Kulturen und Sprachen den Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Reflexion bereicherte. Monforte hob hervor, dass die UNESCO durch diese Dialoge die Beiträge der indigenen Bevölkerung zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt stärken und ihre aktive Mitbestimmung in den von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservaten fördern will.
Davi Terena, Leiter der Gedenkstätte für indigene Völker in Brasília und Angehöriger des Terena-Volkes, erklärte, solche Initiativen stärkten den kollektiven Dialog und verliehen den Stimmen der indigenen Bevölkerung mehr Gewicht bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Er zeigte sich erfreut darüber, dass indigene Angehörige diese Themen gemeinsam diskutierten.
Während des Treffens tauschten indigene Anführer Erfahrungen über die Wechselbeziehung zwischen Territorium, Rechten und Umweltschutz aus. Anari Pataxó aus Bahia betonte die Notwendigkeit einer verbesserten nationalen Koordination der indigenen Völker in Bezug auf Biosphärenreservate. Andrew aus dem Dorf Katurama in Minas Gerais hob die Bedeutung des Zugangs zu Informationen und der Stärkung der kulturellen Identität hervor.