Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der UN-Sicherheitsrat äußerte sich besorgt über Berichte, wonach die Rapid Support Forces (RSF) im Sudan ihre Militärpräsenz um El Obeid, der Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan, erheblich verstärkt haben. Dies könne auf eine mögliche Bodenoffensive gegen die Stadt hindeuten. Die Ratsmitglieder warnten vor der unmittelbaren Gefahr von Massenverbrechen und forderten die RSF auf, ihre Angriffe auf El Obeid unverzüglich einzustellen.

Der Sicherheitsrat äußerte zudem tiefe Besorgnis über die anhaltende Gewalt im Sudan, wo die sudanesischen Streitkräfte und die RSF seit April 2023 im Konflikt stehen. Berichte über verstärkte Kämpfe in den Kordofan-Staaten wurden hervorgehoben, und der Rat warnte, dass diese Eskalation die ohnehin schon schwere humanitäre Krise verschärfen könnte. Alle Parteien wurden dringend aufgefordert, die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen.

Die Mitglieder des Sicherheitsrates bekräftigten, dass alle Akteure im Konflikt die Zivilbevölkerung schützen und sich an das Völkerrecht, einschließlich des humanitären Rechts, halten sowie die Verpflichtungen aus der im Mai 2023 unterzeichneten Erklärung von Dschidda zur Erleichterung der humanitären Hilfeleistung und des Schutzes der Zivilbevölkerung erfüllen müssen.

Die Erklärung äußerte zudem Besorgnis über die Drohnenangriffe der RSF in El Obeid und die Zunahme von Drohnenangriffen durch Konfliktparteien im gesamten Sudan. Der Sicherheitsrat forderte gründliche Untersuchungen aller mutmaßlichen Übergriffe und Verstöße sowie die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen.

Darüber hinaus forderte der Sicherheitsrat alle Parteien auf, einen sicheren und ungehinderten humanitären Zugang zu gewährleisten und die sichere Durchreise von Zivilpersonen gemäß internationaler Rechtsstandards sicherzustellen. Der Rat appellierte an die UN-Mitgliedstaaten, jegliche Einmischung von außen zu vermeiden, die den Konflikt verschärfen könnte, die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zu unterstützen und die einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats, einschließlich der Resolution 2791 (2025), umzusetzen.

Schließlich bekräftigte der Rat sein Bekenntnis zur Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territorialen Integrität Sudans und lehnte jegliche parallele Regierungsstrukturen in den von den RSF kontrollierten Gebieten ab.