Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

UN-Generalsekretär António Guterres betonte auf einer Pressekonferenz am letzten Tag seines Japanbesuchs, der das 70-jährige Bestehen der Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen markierte, die dringende Notwendigkeit einer Reform des UN-Sicherheitsrates. Er beschrieb aktuelle globale Herausforderungen – darunter Konflikte, Klimawandel, Ungleichheit und wirtschaftliche Belastungen, die durch die Unruhen im Nahen Osten verschärft werden –, welche zu steigenden Energie- und Rohstoffpreisen geführt haben.

Guterres betonte die Notwendigkeit, die Freiheit der Schifffahrt in und um die Straße von Hormuz wiederherzustellen und die Verstöße gegen den Waffenstillstand zu beenden, und sprach sich für Bedingungen aus, die einer politischen Lösung des andauernden regionalen Konflikts förderlich sind.

Mit Blick auf die Struktur des Sicherheitsrats forderte Guterres eine Erweiterung sowohl der ständigen als auch der nichtständigen Mitglieder. Er merkte an, dass derzeit nur ein asiatisches Land ständiges Mitglied sei, obwohl Asien die Hälfte der Weltbevölkerung ausmache, und hob das Fehlen ständiger Mitglieder aus Afrika und Lateinamerika hervor. Dieses Ungleichgewicht, so Guterres, werfe Fragen hinsichtlich der Legitimität und Effektivität des Rates auf.

Er betonte zudem die Notwendigkeit eines gerechteren multilateralen Systems, das das Völkerrecht wahrt und Staaten zur Rechenschaft zieht. Guterres bekräftigte außerdem die Rolle der Vereinten Nationen als zentrales Forum zur Förderung von Frieden, nachhaltiger Entwicklung und Menschenrechten und hob hervor, dass die Stärke der Organisation vom Engagement ihrer Mitgliedstaaten abhängt.