Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen (UNSMIL) berichtet von neuem Schwung im politischen Prozess des Landes. Ein Fahrplan, der sich auf Wahlen, institutionelle Vereinigung, Sicherheit, Wirtschaftsreformen und nationale Versöhnung konzentriert, wird vorangetrieben. Hanna Tetteh, die Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Libyen, bezeichnete diesen Fahrplan als politische Notwendigkeit und mögliche Lösung für die anhaltende institutionelle Lähmung Libyens. Ein sechsmonatiger strukturierter Dialog mit rund 120 Libyern erarbeitete fast 600 Empfehlungen zu Regierungsführung, Sicherheit, Wirtschaft und Menschenrechten. Die aktuellen Bemühungen konzentrieren sich auf die Umsetzung dieser Vorschläge unter libyscher Führung.
UNSMIL hat auch direkte Gespräche zwischen der Regierung der Nationalen Einheit und dem Oberkommando der Libyschen Nationalarmee unterstützt, an denen auch die rivalisierenden Parlamentskammern beteiligt waren. Zu den Fortschritten zählen eine vorläufige Vereinbarung zur Neubesetzung der Wahlkommission und laufende Verhandlungen über ein Wahlgesetz. Frau Tetteh warnte jedoch, dass sich das Zeitfenster für wirksame politische Maßnahmen verenge und betonte, dass die Verantwortung zum Handeln bei den libyschen Akteuren liege. Sollte der aktuelle Fahrplan scheitern, deutete die UN-Gesandte an, dass alternative Vorschläge auf der Grundlage bestehender Abkommen vorgelegt werden könnten.
Die Sicherheit gibt weiterhin Anlass zu großer Sorge angesichts von Vorfällen, die durch Desinformation über angebliche UN-Umsiedlungspläne für Migranten angeheizt wurden und zu Gewalt gegen UN-Einrichtungen führten, darunter Zusammenstöße und Proteste in Tripolis und Zawiya. Der UN-Sicherheitsrat begrüßte die Fortschritte im Allgemeinen. Frankreich hob die Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft hervor, mahnte aber gleichzeitig zu verstärkten Anstrengungen für Einheit und Stabilität. Russland betonte die Notwendigkeit einer vollständig von Libyen geführten Lösung und warnte, dass Vorschläge ohne die Unterstützung wichtiger Führungspersönlichkeiten die Gefahr weiterer Instabilität bergen könnten.