Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Noureddine Bendjama tritt am 31. Juli sein einjähriges Amt als Präsident des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) an. In einer kürzlich gehaltenen Rede vor den Mitgliedstaaten skizzierte er drei Prioritäten: die Förderung von Inklusivität, die Beschleunigung der Fortschritte bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die Erneuerung des Vertrauens in den Multilateralismus durch die Priorisierung von „Substanz vor Verfahrensroutinen“ in der Arbeit des ECOSOC. Er betonte, dass nur 36 Prozent der SDG-Ziele, für die Daten vorliegen, planmäßig erreicht werden, und unterstrich damit die Notwendigkeit, die Anstrengungen zur Umsetzung der Agenda 2030 zu intensivieren.
Der scheidende ECOSOC-Präsident Lok Bahadur Thapa bezeichnete die Rolle des Rates als „unverzichtbar“ bei der Bewältigung globaler Herausforderungen in den Bereichen Armut, Gesundheit und Bildung. Obwohl die Fortschritte bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) begrenzt seien, verwies er auf Momente des Konsenses wie die Ministererklärung des Hochrangigen Politischen Forums für nachhaltige Entwicklung 2026, die Sevilla-Verpflichtung und die Ergebnisse des Forums zur Entwicklungsfinanzierung als Belege für die Möglichkeiten eines gemeinsamen Handelns.
Sechs Kandidaten für die Nachfolge von António Guterres als UN-Generalsekretär werden sich einer Debatte vor der Generalversammlung stellen. Bei der Veranstaltung „UN-Bürgerversammlung: Der nächste Generalsekretär“ beantworten die Kandidaten zufällig ausgewählte Fragen von Mitgliedstaaten und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Nominierungen erfolgten zwischen Ende 2025 und Anfang 2026, und die Kandidaten haben ihre Visionen dargelegt. Der Sicherheitsrat muss einen Kandidaten einstimmig empfehlen; anschließend benötigt dieser eine einfache Mehrheit in der Generalversammlung, um ernannt zu werden.
Das Amt des Generalsekretärs rotiert traditionell zwischen den wichtigsten UN-Regionalverbänden, wobei in diesem Zyklus Kandidaten aus Lateinamerika und der Karibik voraussichtlich im Vorteil sein werden. Die Debatte findet am Donnerstag um 17:00 Uhr New Yorker Zeit statt.