Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Bei einem Angriff auf den unter palauischer Flagge fahrenden Tanker MT Settebello nahe der Küste Omans in der Straße von Hormus kamen drei Seeleute ums Leben. Dieser Vorfall ist Teil der andauernden Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran; US-Quellen berichten von einer verstärkten Blockade.
Mit diesem Vorfall erhöht sich die Zahl der bestätigten Todesfälle von Seeleuten in der Straße von Hormus seit Ende Februar auf 14. Die UN-Seefahrtsbehörde hat in diesem Zeitraum 46 Angriffe auf internationale Schiffe verifiziert.
Die Straße von Hormuz ist eine wichtige Seeroute, die den Persischen Golf, den Golf von Oman und das Arabische Meer verbindet und zwischen Iran, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt.
UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich tief besorgt über die Eskalation und forderte alle Parteien nachdrücklich auf, den Waffenstillstand einzuhalten, um ein mögliches Wiederaufflammen des Konflikts zu verhindern. Er warnte vor regionalen und globalen Konsequenzen, insbesondere für gefährdete Nationen.
Arsenio Dominguez, Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, verurteilte die Angriffe als inakzeptable Taten, die das Leben von Seeleuten und die Sicherheit der internationalen Schifffahrt gefährden.
Die UN-Seefahrtsbehörde stellte fest, dass etwa 20.000 Seeleute auf Handelsschiffen und Offshore-Schiffen in der Golfregion weiterhin schweren Sicherheitsbedrohungen, psychischem Stress und in einigen Fällen auch einer mit dem Konflikt zusammenhängenden Inhaftierung ausgesetzt sind.
Abgesehen von den energiepolitischen Folgen warnte der Generaldirektor der UN-Welternährungsorganisation (FAO), Qu Dongyu, dass die anhaltende Störung oder Schließung der Straße von Hormus ein globales Risiko für die Ernährungssicherheit darstellt. Durch diese Wasserstraße werden rund 35 % der weltweiten Rohölexporte, 20 % des Flüssigerdgases und 20–30 % der weltweiten Düngemittelexporte abgewickelt.