Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Vereinten Nationen haben eine Welle russischer Raketen- und Drohnenangriffe in der Ukraine, bei denen unter anderem Städte wie Kiew, Dnipro und Charkiw zum dritten Mal in den letzten Wochen angegriffen wurden, aufs Schärfste verurteilt.

Laut der UN-Menschenrechtsbeobachtermission in der Ukraine (HRMMU) setzte Russland während des Angriffs 656 Langstreckendrohnen und -raketen ein. Trotz Abfangmanövern trafen 30 ballistische Raketen, drei Marschflugkörper und 33 Langstreckendrohnen 38 Ziele.

Bei den Angriffen kamen mindestens 22 Zivilisten ums Leben, 145 weitere wurden verletzt, darunter auch Kinder. Rettungsarbeiten dauern an; Berichten zufolge sind noch immer Menschen unter Trümmern eingeschlossen. Die HRMMU betonte das hohe Maß an Opfern und die erheblichen Schäden an der zivilen Infrastruktur durch den Einsatz von Sprengwaffen in bewohnten Gebieten.

UNICEF drückte sein Bedauern über den Tod eines dreijährigen Jungen in Dnipro und die Verletzung von zehn Kindern in der Ukraine aus. Die Organisation veröffentlichte die Aussage eines 13-jährigen Mädchens aus Kiew, das die Nacht in einem Kellerbunker verbracht hatte und ihre Überlebensangst schilderte.

Russische Behörden erklärten, die Angriffe seien eine Reaktion auf einen ukrainischen Angriff in der Region Luhansk in der Vorwoche gewesen. UN-Generalsekretär António Guterres forderte dringend eine sofortige Deeskalation und einen vollständigen, bedingungslosen Waffenstillstand.

Matthias Schmale, der UN-Residentenkoordinator, beklagte, dass Kinder und Familien, anstatt die Sommerferien zu genießen, die Nächte in Schutzräumen verbringen mussten, geplagt von Luftschutzsirenen und Explosionen.