Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Im Vorfeld des Weltflüchtlingstags, der jährlich am 20. Juni begangen wird, hob Barham Salih die vielfältigen Beiträge hervor, die Flüchtlinge als Arbeitnehmer, Studierende, Nachbarn, Künstler, Sportler, Unternehmer und Führungskräfte in den Aufnahmegesellschaften leisten. Er betonte, dass Flüchtlinge, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt, ihr Leben neu aufbauen und die Gesellschaft stärken.
UN-Generalsekretär António Guterres forderte verstärkte Unterstützung für Flüchtlinge und die aufnehmenden Gemeinschaften und betonte, dass anhaltende Konflikte Millionen Menschen zwingen, fernab ihrer Heimat Schutz zu suchen. Er bezeichnete dies als „turbulente Zeiten“, die erneute Solidarität und entschlossenes Handeln zum Schutz von Flüchtlingen erfordern.
Herr Salih schilderte aus eigener Erfahrung die Schwierigkeiten, die mit der Flucht aus der Heimat auf der Suche nach Sicherheit einhergehen, und betonte, dass der vorübergehende Flüchtlingsstatus nicht das gesamte Leben bestimmen sollte. Er warnte davor, dass Millionen von Flüchtlingen weiterhin auf die schwindende humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Humanitäre Hilfe ist in Notfällen unerlässlich, dennoch ertragen viele Flüchtlinge Jahre oder Jahrzehnte lang anhaltende Vertreibung. Herr Salih erklärte, der Flüchtlingsstatus solle nur vorübergehend sein, und setzte sich das Ziel, die Zahl der Flüchtlinge in langwieriger Vertreibung, die auf Hilfe angewiesen sind, innerhalb von zehn Jahren zu halbieren.
Die Bemühungen zur Erreichung dieses Ziels konzentrieren sich auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die die meisten Flüchtlinge aufnehmen. Dies würde das Leben von Millionen Menschen verbessern und den Ansatz von der Bewältigung von Vertreibung hin zu deren Lösung verlagern.
Der diesjährige Weltflüchtlingstag markiert zugleich den 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, jenes Vertrags, der das Recht auf Schutz und Sicherheit für diejenigen festlegt, die vor Krieg, Konflikten oder Verfolgung fliehen. Herr Salih betonte die Notwendigkeit, dieses Versprechen einzuhalten, und erklärte, solange nicht alle Menschen sicher seien, sei niemand sicher. Er rief zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um das Recht auf Schutz und Sicherheit zu verteidigen.