Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Laut einem Policy Brief der UNECE zu Narrativen über das Altern wird Altern oft mit Botschaften des Niedergangs und des Rückzugs assoziiert, was die Wahrnehmung älterer Menschen durch Gesellschaften und Einzelpersonen prägt und möglicherweise deren Wohlbefinden einschränkt.

In der UNECE-Region wird das Altern häufig als Belastung oder Krise dargestellt, wodurch die aktive Rolle von Millionen älterer Menschen im Berufsleben, im Ehrenamt und in der Pflege in den Hintergrund gerät. Beispielsweise sind in der Europäischen Union rund 41 Millionen Menschen im Alter von 55 bis 64 Jahren weiterhin wirtschaftlich aktiv, wobei die Erwerbsbeteiligungsquote deutlich steigt.

In dem Bericht wird auch auf einen Bericht des Weltwirtschaftsforums verwiesen, der die steigende Lebenserwartung als große wirtschaftliche Chance beschreibt, mit dem Potenzial für ein Wachstum in Billionenhöhe durch koordinierte Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und der finanziellen Widerstandsfähigkeit.

Allerdings kann die Verwendung krisenorientierter Begriffe wie „demografische Zeitbombe“ oder „silberner Tsunami“ Stereotypen verstärken und den Rahmen der öffentlichen und politischen Diskussionen über den demografischen Wandel einschränken.

Das UNECE-Policy-Briefing empfiehlt ausgewogene, altersübergreifende Narrative, die die Vielfalt der Erfahrungen im Altern anerkennen und politische Maßnahmen für ein längeres, gesünderes Leben unterstützen.