Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Laut einem Bericht des Integrated Food Security Phase Classification (IPC), einem von den Vereinten Nationen unterstützten globalen Netzwerk zur Überwachung der Ernährungslage, werden in Dschibuti voraussichtlich mehr als 256.000 Menschen, etwa 25 Prozent der Bevölkerung, in den kommenden Monaten mit einer Hungerkrise oder einem Hungernotstand konfrontiert sein.
Der Bericht hebt einen deutlichen Anstieg des Hungers im Vergleich zu den Daten von Mai bis Juni hervor. Flüchtlinge in den Lagern Ali Addeh und Holl-Holl gehören zu den am stärksten Betroffenen; fast 70 Prozent von ihnen – über 21.000 Personen – gelten als notleidend oder befinden sich in einer noch kritischeren Lage und sind größtenteils auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Der Bericht nennt drei Hauptfaktoren für den Anstieg des Hungers: erwartete El-Niño-Bedingungen, die zu unregelmäßigen Regenfällen, steigenden Temperaturen und Dürren führen und sich auf die Wasserverfügbarkeit und die Landwirtschaft auswirken; Störungen des Handels und geopolitische Spannungen rund um die Bab-el-Mandeb-Straße, die die Kosten für Lebensmittelimporte erhöhen und die Lieferketten beeinträchtigen; und wirtschaftliche Schocks wie die Inflation, die die Kaufkraft der Haushalte verringern und das Wirtschaftswachstum verlangsamen.
Das IPC stellt fest, dass die derzeitige Nahrungsmittelhilfe unzureichend ist, wodurch viele Empfänger erhebliche Defizite bei der Nahrungsmittelversorgung und hohe Raten akuter Mangelernährung aufweisen. Das IPC wurde gegründet, um standardisierte Messungen der Ernährungssicherheit und des Ernährungszustands bereitzustellen und so weitverbreiteten Hunger und Hungersnöten vorzubeugen.
Der Bericht fordert dringende Maßnahmen zur Verringerung des Nahrungsmitteldefizits, zur Behebung von Schwachstellen und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit, um eine Verschärfung des Hungers in Dschibuti zu verhindern.