Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Schwere Überschwemmungen in Afghanistan, verursacht durch heftige Regenfälle am 20. Juli, führten zu mindestens 26 Todesopfern, darunter drei afghanische Flüchtlinge in einem Rückkehrer-Transitlager in der Nähe des Grenzübergangs Torkham zu Pakistan, und neun weiteren Verletzten, wie das UN-Büro für die Koordinierung von Hilfsmaßnahmen, OCHA, mitteilte.

Die schwersten Schäden entstanden in Parun, der Hauptstadt der Provinz Nuristan. Dort überflutete gegen 15 Uhr Ortszeit eine plötzliche Sturzflut Wohn- und Gewerbegebiete. Ersten Schätzungen zufolge wurden mindestens 22 Häuser zerstört und weitere 45 schwer beschädigt. Die Infrastruktur, darunter vier Brücken, sechs Straßenabschnitte, Bewässerungskanäle und Hochwasserschutzmauern, wurde massiv beschädigt, wodurch die Zufahrt für die Bevölkerung unterbrochen wurde.

Die Überschwemmung beschädigte die örtliche Wasserversorgung und beeinträchtigte die Trinkwasserversorgung von rund 1.000 Familien. Etwa 10 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wurden in Mitleidenschaft gezogen, was die Existenzgrundlagen der Menschen in dieser abgelegenen Region gefährdete. Auch die Hilfsmaßnahmen wurden beeinträchtigt; Büros, Lagerhallen, Fahrzeuge und andere Ausrüstung von Nichtregierungsorganisationen wurden beschädigt, und ein Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation wird vermisst.

Die Such- und Rettungsmaßnahmen werden fortgesetzt und von mobilen Gesundheitsteams, medizinischer Ausrüstung und Nahrungsmittelhilfe unterstützt. UNICEF und seine Partner errichten in Parun eine Feldklinik, um die Betroffenen mit Traumabehandlung und medizinischer Notfallversorgung zu versorgen.

Jenseits von Nuristan kam es durch Überschwemmungen zu vorübergehenden Verkehrsbehinderungen am Grenzübergang Torkham, einer wichtigen Transitroute nach Pakistan, und es entstanden Schäden an Geschäften, Einrichtungen zur Existenzsicherung und der Schutzmauer eines Flüchtlingsrückführungslagers, in dem humanitäre Organisationen zurückkehrende Flüchtlinge unterstützen.