Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das neonatale Opioidentzugssyndrom (NOWS) betrifft Neugeborene, die während der Schwangerschaft Opioiden ausgesetzt waren, und verursacht nach der Geburt Entzugserscheinungen. Die wichtigsten Beurteilungsmethoden für NOWS-Symptome sind das traditionelle Finnegan-Score-System und der neuere ESC-Ansatz (Eat, Sleep, Console), der die Fähigkeit des Säuglings zu trinken, zu schlafen und sich beruhigen lässt, in den Mittelpunkt stellt.
Früher wurde das Nowajake-Entzugssyndrom (NOWS) in Krankenhäusern durch eine schrittweise Opioid-Ausschleichtherapie behandelt, bei der die Dosen nach einem festen Zeitplan verabreicht und allmählich reduziert wurden. Eine alternative Methode, die symptomorientierte Dosierung, sieht die bedarfsgerechte Gabe von Opioiden entsprechend den Symptomen des Säuglings vor, wodurch eine Überbehandlung minimiert werden kann.
Eine vom NIH finanzierte klinische Studie in 23 US-amerikanischen Krankenhäusern unter der Leitung von Dr. Lori Devlin und Dr. Leslie Young verglich die symptomorientierte und die planmäßige Opioidgabe. Von 383 Säuglingen, die mit ESC untersucht wurden, konnten diejenigen, die symptomorientiert dosiert wurden, etwa zweieinhalb Tage früher entlassen werden als diejenigen, die planmäßig behandelt wurden, und benötigten weniger Opioiddosen. Etwa zwei Drittel der mit symptomorientierter Dosierung behandelten Säuglinge konnten eine langwierige Dosisreduktion vermeiden, obwohl bei einigen zur Symptomkontrolle ein Wechsel zur planmäßigen Dosierung erforderlich war.
Die in JAMA veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass eine symptomorientierte Dosierung die Medikamenteneinnahme an den Schweregrad der Entzugserscheinungen anpasst und bei Säuglingen bis zum Alter von drei Monaten genauso sicher ist wie eine planmäßige Dosisreduktion.