Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Lärmbedingter Hörverlust entsteht, wenn empfindliche Strukturen im Innenohr durch sehr laute oder anhaltende Geräusche geschädigt werden. Diese Art von Hörverlust kann sofort auftreten oder sich allmählich entwickeln und vorübergehend oder dauerhaft sein. Betroffene können ein oder beide Ohren betreffen. Die Schädigung wird oft nicht sofort bemerkt, kann aber später Schwierigkeiten beim Sprachverstehen haben, insbesondere in lauten Umgebungen oder am Telefon.
Laut Daten aus den Jahren 2011–2012 weisen mindestens 10 Millionen US-Amerikaner unter 70 Jahren (6 %) und möglicherweise bis zu 40 Millionen Erwachsene (24 %) Anzeichen einer lärmbedingten Schwerhörigkeit auf. Schätzungsweise 17 % der Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren könnten ebenfalls Anzeichen dieser Erkrankung zeigen.
Lärmbedingte Schwerhörigkeit kann durch einmalige Einwirkung eines lauten Geräusches, wie beispielsweise einer Explosion, oder durch anhaltende Lärmbelastung, etwa in einer Holzwerkstatt, entstehen. Zu den Freizeitaktivitäten, die ein Risiko darstellen, gehören Schießen, Jagen, Schneemobilfahren, das Hören lauter Musik über Kopfhörer, das Spielen in Bands und der Besuch lauter Konzerte. Auch alltägliche Haushaltsgeräusche wie Rasenmäher und Laubbläser können schädlich sein.
Schall wird in Dezibel (dBA) gemessen. Geräusche bis einschließlich 70 dBA gelten im Allgemeinen als unbedenklich, auch bei längerer Einwirkung. Eine Einwirkung von 85 dBA oder mehr über einen längeren Zeitraum kann jedoch zu Hörverlust führen, wobei das Risiko mit zunehmender Lautstärke steigt. Beispiele für Dezibelwerte sind normale Gespräche (60–70 dBA), Kinos (74–104 dBA), Motorräder (80–110 dBA), laute Musik über Kopfhörer und Konzerte (94–110 dBA), Sirenen (110–129 dBA) und Feuerwerke (140–160 dBA).
Lärmbedingter Hörverlust ist vermeidbar. Das Bewusstsein für Lärmpegel und die Anwendung von Schutzmaßnahmen können das Risiko verringern.