Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Somalia sieht sich mit erheblichen Kürzungen der humanitären Hilfe konfrontiert, was zur Schließung von über 200 Gesundheits- und Ernährungseinrichtungen geführt hat. Prognosen zufolge könnten bis zu 618 Einrichtungen geschlossen werden. Laut UNICEF-Sprecher James Elder fiel diese Reduzierung der Leistungen mit einem Anstieg der in Stabilisierungszentren wegen schwerer akuter Mangelernährung aufgenommenen Kinder um 32 % zusammen – nicht aufgrund vermehrter Erkrankungen, sondern aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu präventiver und gemeindebasierter Ernährungsunterstützung.

Der Verlust von Einrichtungen zwingt Familien zu längeren Anfahrtswegen zur Behandlung, was zu verzögerter Versorgung und einem erhöhten Risiko schwerer Erkrankungen und vermeidbarer Todesfälle bei Kindern führt. Fast eine Million schutzbedürftiger Menschen, darunter Kinder unter fünf Jahren, heranwachsende Mädchen und Frauen, sind vom Verlust lebenswichtiger Ernährungsdienste bedroht.

Diese Kürzungen der Finanzmittel erfolgen inmitten eines steigenden humanitären Bedarfs in Somalia. Schätzungsweise 1,9 Millionen Kinder werden in diesem Jahr von Mangelernährung betroffen sein, fast eine halbe Million davon leiden unter schweren akuten Formen. Jahrelanger Bürgerkrieg hat Millionen Menschen vertrieben und die Ernährungsunsicherheit verschärft, während globale Konflikte die Kosten für Treibstoff und Düngemittel erhöht und den Wiederaufbau zusätzlich erschwert haben.

Neben der Dürre im Norden Somalias ist das Land durch extreme Überschwemmungen infolge des verstärkten Wetterphänomens El Niño zusätzlich gefährdet. UNICEF weist auf den Widerspruch hin, dass die Ressourcen knapper werden, während der Druck auf das Überleben und die Gesundheit von Kindern zunimmt.

Trotz dieser Herausforderungen setzt die UNO ihre Bemühungen fort, beispielsweise durch die Verteilung von Cholera-Impfstoffen an über eine Million Menschen und die Unterstützung von Bildungsprogrammen, um die Krise angesichts begrenzter finanzieller Mittel zu lindern.