Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen wurden seit Ende 2025 mindestens 200.000 Menschen im Sudan aufgrund eskalierender Konflikte und verheerender saisonaler Überschwemmungen neu vertrieben.
Die anhaltenden Kämpfe betreffen hauptsächlich die sudanesischen Streitkräfte und die Rebellen der Rapid Support Forces (RSF) sowie deren Verbündete. Aus mehreren Regionen werden Gefechte gemeldet. In Teilen des Bundesstaates Nord-Kordofan, darunter die Stadt El Obeid, kam es zu heftigen Kämpfen und Drohnenangriffen, die wichtige Infrastruktur wie den Haupttransformator beschädigten. Dies führte zu erheblichen Stromausfällen, die die Wasserversorgung, das Gesundheitswesen und die Telekommunikation beeinträchtigen. Die Zahl der Vertriebenen in der Ortschaft Sheikan in der Region Kordofan ist um 25 % gestiegen.
Darüber hinaus meldete West-Darfur Anfang August 2026 fast 18.000 neu vertriebene Personen, während Nord-Darfur von starken Regenfällen heimgesucht wurde, die etwa 1.350 Unterkünfte in den Lagern von Tawila zerstörten oder beschädigten und über 1.000 Familien vertrieben. Überschwemmungen in den Städten Kabkabiya und Shangil Tobaya zwangen Familien ebenfalls in Notunterkünfte.
Die Gesamtzahl der seit April 2023 durch den Krieg Vertriebenen hat 8,6 Millionen erreicht, viele von ihnen suchen Zuflucht in Nachbarländern. Wiederholte Angriffe auf kritische Infrastruktur haben die Lebensbedingungen verschlechtert und den Zugang zu Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung eingeschränkt.
Die IOM stellte fest, dass die Hilfsmaßnahmen durch Unterbrechungen der globalen Lieferketten, insbesondere im Roten Meer und in der Straße von Hormus, zusätzlich erschwert werden und die ohnehin fragile humanitäre Hilfe weiter belasten. In den vergangenen 72 Stunden lieferte die IOM 1.750 Tonnen Hilfsgüter – darunter 17.750 Hygiene-Sets und 850 Zelte – und unterstützte damit bisher über 110.000 Menschen. Geplant ist, die Hilfe in den kommenden Tagen auf über 400.000 Menschen auszuweiten.