Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Laut UN-Vizesprecher Farhan Haq wurden im Libanon innerhalb von 24 Stunden über 100 Luftangriffe gemeldet, die zivile Opfer und Vertreibungen zur Folge hatten. Am Wochenende kamen Berichten zufolge 87 Menschen im Zuge der anhaltenden Gewalt in der Region ums Leben.
Libanesische Behörden meldeten, dass zwei Sanitäter des Islamischen Gesundheitskomitees bei Luftangriffen in Städten im Süden des Landes getötet und mehrere weitere verletzt wurden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dokumentierte seit dem 2. März 158 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und -personal mit 108 Toten und 249 Verletzten. Diese Angriffe haben das Gesundheitssystem stark belastet: Drei Krankenhäuser und 41 Primärversorgungszentren sind geschlossen, viele weitere nur teilweise geöffnet. Zudem haben sechs Krankenhäuser in südlichen Gouvernements die während der Eskalation ausgesetzten Geburtsstationen noch nicht wieder in Betrieb genommen.
Die Vertreibungsanordnungen wurden erneuert und betreffen zahlreiche Städte und Dörfer im Südlibanon und im Gouvernement Nabatieh. UN-Hilfsorganisationen berichten, dass Vertriebene, darunter Schwangere und Angehörige gefährdeter Gruppen, nur eingeschränkten Zugang zu Nahrungsmitteln haben, was ihre Gesundheitsrisiken erhöht. Die humanitären Partner leisten weiterhin wichtige Hilfe: Sie haben über 585 Krankenhausaufenthalte ermöglicht, mehr als 18.000 Impfstoffdosen verabreicht, über 4.300 Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen durchgeführt und mehr als 8,4 Millionen Mahlzeiten verteilt.
Trotz dieser Bemühungen übersteigt der humanitäre Bedarf die verfügbaren Ressourcen. Ein Hilfsaufruf in Höhe von 308 Millionen US-Dollar für den Zeitraum März bis Mai ist erst zu etwa 40 Prozent finanziert. Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) verzeichnete seit Freitag intensive militärische Aktivitäten mit über 1.296 Geschossen, die israelischen Streitkräften zugeschrieben werden, und 64, die mit der Hisbollah in Verbindung gebracht werden.