Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) feiert das 25-jährige Bestehen von Research4Life, einer Partnerschaft, die Forschern, Lehrenden, medizinischem Fachpersonal und politischen Entscheidungsträgern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen einen erschwinglichen oder kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen soll. Das 2001 als dreijähriges Pilotprojekt gestartete Programm unterstützt mittlerweile über 12.000 Institutionen in mehr als 120 Ländern und bietet Zugang zu einer umfangreichen Sammlung von Fachzeitschriften, Büchern und Datenbanken führender Verlage und Forschungsorganisationen.

Research4Life startete mit sechs Verlagspartnern und hat sich mittlerweile auf über 185 Partner ausgeweitet, wodurch der Zugang zu mehr als 250.000 wissenschaftlichen Publikationen ermöglicht wird. Unabhängige Studien belegen, dass die Initiative zu einem Anstieg der Forschungspublikationen um bis zu 75 % in den teilnehmenden Ländern und zu einer Steigerung der Beteiligung an internationalen klinischen Studien um über 20 % beigetragen hat. Das Programm hat zudem die Chancen für Forscherinnen verbessert, wobei die Publikationsraten in Regionen mit erheblichen Hürden um bis zu 30 % gestiegen sind.

Über den Informationszugang hinaus fördert Research4Life das Engagement von Forschenden in der globalen Wissenschaftsgemeinschaft durch Schulungen, Unterstützung bei Publikationen und Kooperationen. Diese Aktivitäten tragen dazu bei, die notwendigen Fähigkeiten, Netzwerke und Möglichkeiten zu entwickeln, um qualitativ hochwertige wissenschaftliche Forschung zu betreiben und zu verbreiten.

Dr. Sylvie Briand, Chef-Wissenschaftlerin der WHO, erklärte, dass sich Research4Life von der Schließung von Wissenslücken im Gesundheitswesen hin zur Förderung von Forschungsgerechtigkeit weltweit entwickelt habe. Die Partnerschaft aktualisiert ihren Ansatz kontinuierlich im Rahmen einer Strategie 2030 und geht dabei auf bestehende Herausforderungen wie die Gebühren für die Artikelbearbeitung ein, die die Verbreitung von Forschungsergebnissen trotz der zunehmenden Verbreitung von Open Science weiterhin einschränken.