Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
UN Women hat Haitis erstes staatlich gefördertes Schutzhaus angekündigt, das Überlebenden inmitten der eskalierenden Bandengewalt, die sich von Port-au-Prince über das ganze Land ausgebreitet und Massenvertreibung verursacht hat, Schutz, psychosoziale Unterstützung und Hilfe bieten soll. Marie Goretti Nduwayo von UN Women betonte, dass diese Gewalt tiefe und anhaltende Traumata, insbesondere bei Frauen und Mädchen, zur Folge hat. Prognosen zufolge wird die sexuelle Gewalt bis 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 163 % zunehmen und etwa 1.670 Frauen und fast 200 Mädchen betreffen.
Die Einrichtung des Schutzhauses stellt einen bedeutenden Fortschritt in Haitis Bemühungen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt dar. UN Women arbeitet dabei mit den lokalen Behörden zusammen, um lebensrettende Hilfe zu leisten und Überlebenden beim Wiederaufbau ihres Lebens zu helfen.
Ein separater Bericht der UNCTAD, einer Organisation der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, warnt vor einem erheblichen Anstieg der weltweiten Nachfrage nach kritischen Mineralien, die für saubere Energiesysteme und digitale Technologien unerlässlich sind. Für Mineralien wie Lithium, Graphit, Kupfer, Kobalt und Nickel wird ein rasanter Anstieg der Nachfrage erwartet, wobei allein für Lithium bis 2040 ein Anstieg um mehr als 350 % prognostiziert wird.
Die Gewinnung und Verarbeitung dieser Mineralien konzentriert sich weiterhin auf wenige Länder. Die Demokratische Republik Kongo wird 2025 fast drei Viertel des weltweiten Kobalts produzieren, und China dominiert die Graphitproduktion und -raffination. Diese Konzentration hat Regierungen weltweit veranlasst, ihre Handelspolitik anzupassen, um Lieferketten zu sichern und die Abhängigkeit von ausländischen Märkten zu verringern. Seit 2020 wurden fast 100 exportbezogene Maßnahmen eingeführt, darunter Steuern, Lizenzauflagen und Exportverbote.
Während die steigende Nachfrage Entwicklungsländern mit reichen Bodenschätzen die Möglichkeit bietet, Investitionen anzuziehen und Arbeitsplätze zu schaffen, warnt die UNCTAD davor, dass viele weiterhin Rohstoffe anstatt höherwertiger verarbeiteter Produkte exportieren, was sowohl Risiken als auch Chancen birgt.