Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) warnt vor einem rasant wachsenden kriminellen Netzwerk, das Menschen zur Teilnahme an Online-Betrugsprojekten zwingt. Dieses milliardenschwere Netzwerk nutzt Jobsuchende aus, indem es seriös wirkende Stellenangebote in sozialen Medien bewirbt und sie anschließend, hauptsächlich in Asien, in Betrugszentren lockt.

Amy Pope, Generaldirektorin der IOM, erklärte, dass die Opfer aus über 80 Ländern stammen und aufgrund ihrer Englischkenntnisse und ihrer Ausbildung ins Visier genommen werden. Nach ihrer Ankunft werden sie in Lagern eingesperrt, ihnen werden Pässe und Handys abgenommen und sie werden ständig überwacht. Viele erleiden körperliche und seelische Misshandlungen und werden durch Gewalt und Schuldknechtschaft gezwungen, Betrügereien gegen Opfer weltweit zu begehen.

Die IOM rät zur Vorsicht bei ungewöhnlich attraktiven Stellenangeboten und fordert Bewerber dringend auf, ihre Reisedokumente zu überprüfen, da viele Opfer mit Touristenvisa statt mit Arbeitserlaubnis einreisen. Die IOM betont, dass Personen, die zu Betrug gezwungen werden, als Opfer von Menschenhandel und nicht als Kriminelle behandelt werden sollten.

Zwischen 2022 und 2025 unterstützte die IOM über 3.500 Opfer von Zwangsprostitution in Südostasien aus 39 Ländern, darunter Indonesien, Indien, Sri Lanka, Äthiopien, Kenia und Bangladesch. Die Genesung gestaltet sich aufgrund von Traumata, Stigmatisierung, Verschuldung, Verlust von Dokumenten und der Angst vor Strafverfolgung schwierig.