Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Nach der Wiederwahl von Präsident Hakainde Hichilema für eine zweite fünfjährige Amtszeit in Sambia äußerte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte ihre Besorgnis über die Verhaftungen und Inhaftierungen politischer Gegner. Hichilema erhielt rund 60 Prozent der Stimmen, Oppositionsführer Brian Mundubile etwa 38 Prozent. Insgesamt traten 14 Kandidaten an.
Mundubile erklärte sich noch vor Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses zum Wahlsieger und warf der Regierung Wahlmanipulation und Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen der Wahllokale und dem Endergebnis vor, das seiner Aussage nach durch militärische Einflussnahme beeinflusst worden sei. Er forderte eine unabhängige Untersuchung des Wahlprozesses.
Die sambische Regierung berichtete, dass die Polizei eine Residenz durchsucht habe, woraufhin es zu einem Schusswechsel und der Festnahme mehrerer Oppositioneller gekommen sei, denen vorgeworfen wird, mit Unterstützung ausländischer Milizen einen Putsch geplant zu haben. Mundubile wies diese Anschuldigungen als erfunden zurück, und seine Partei erklärte, er befinde sich an einem sicheren Ort. Präsident Hichilema kündigte an, dass gegen die Festgenommenen Anklage erhoben werde.
Die Angehörigen eines Inhaftierten, eines anglikanischen Bischofs, äußerten sich besorgt darüber, dass sein Aufenthaltsort zwei Tage nach seiner Festnahme unbekannt war. UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, forderte die Behörden dringend auf, willkürliche Festnahmen zu beenden und die Rechte auf ein faires Verfahren uneingeschränkt zu achten. Dazu gehöre, Inhaftierte unverzüglich über die Gründe ihrer Festnahme zu informieren, ihnen Zugang zu einem Rechtsbeistand und Kontakt zu ihren Familien zu gewähren, eine humane Behandlung in der Haft sicherzustellen und sie zeitnah vor Gericht zu bringen.