Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Gewalt im Nahen Osten eskaliert weiter. Laut UN-Berichten steigt die Zahl der zivilen Opfer in Gaza, im Libanon und im Westjordanland. Im Südlibanon gab es seit dem 2. März 2026 mindestens 4.329 Tote und 12.233 Verletzte. Nach der jüngsten Waffenstillstandsverkündung kamen weitere 349 Tote und 229 Verletzte hinzu, wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mitteilte.

Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) berichtete, dass in den vergangenen fünf Monaten in sechs Ländern über 4.000 Kinder getötet oder verletzt wurden, darunter 2.500 Opfer im Iran infolge der anhaltenden US-Bombenangriffe. UNICEF meldete konkret 386 getötete und 2.117 verletzte Kinder in diesem Zeitraum.

Im Gazastreifen haben israelische Aktionen seit dem Waffenstillstand vom Oktober 2025 bis zum 22. Juli 2026 zu 1.180 palästinensischen Todesopfern und 3.810 Verletzten geführt. Anhaltende Luftangriffe, eingeschränkte humanitäre Hilfe und das Vordringen israelischer Truppen über die „Gelbe Linie“ hinaus, die die von Israel kontrollierten Gebiete markiert, wurden vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) dokumentiert. Im besetzten Westjordanland haben israelische Angriffe seit Beginn des Konflikts zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 bis zum 24. Juli 2026 1.122 palästinensische Todesopfer gefordert, darunter mindestens 246 Kinder. Allein im Jahr 2026 starben 76 Palästinenser, wie das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete.

UN-Generalsekretär António Guterres betonte, dass „die Kämpfe aufhören müssen“, während Abdul Fofana, der amtierende UNICEF-Direktor für den Nahen Osten und Nordafrika, die unverhältnismäßig hohe Zahl an Opfern unter Kindern in Konfliktgebieten hervorhob. Er verwies auf einen kürzlich erfolgten Angriff auf der iranischen Insel Qeshm, bei dem Berichten zufolge ein zweijähriges Kind und dessen Eltern in ihrem Haus getötet wurden. Dies verdeutlicht die Bedrohung für Kinder selbst in vermeintlich sicheren Umgebungen.

UNICEF rief alle Parteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und die Waffenstillstandsabkommen zu respektieren, um Kinder vor den schlimmsten Auswirkungen der andauernden Konflikte zu schützen.