Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
UNICEF berichtet von einem Anstieg koordinierter Angriffe auf Kinder im besetzten Westjordanland, darunter Schüsse, Messerstechereien, Schläge und Pfefferspray-Einsätze. Seit Januar 2025 wurden etwa 70 Kinder getötet und über 850 verletzt, zumeist durch scharfe Munition. Laut UNICEF-Sprecher James Elder wurde im März 2026 die höchste Zahl an Palästinensern verzeichnet, die durch Siedlergewalt verletzt wurden – so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Herr Elder berichtete von einem achtjährigen Jungen, der nach einem Angriff von Siedlern mit Kopfverletzungen im Krankenhaus lag. Er war mit einem Holzstück geschlagen worden. Die Mutter des Jungen erlitt bei dem Angriff zwei Armbrüche, als sie ihr vier Monate altes Baby beschützte. Auch Angriffe im Bildungsbereich nehmen zu, darunter Tötungen, Verletzungen, Inhaftierungen von Schülern und Schulzerstörungen. Schulen werden dadurch zu Orten der Angst statt der Sicherheit.
Die Zahl der Inhaftierungen palästinensischer Kinder durch israelische Militärbehörden ist stark angestiegen. Derzeit befinden sich 347 Kinder wegen angeblicher sicherheitsrelevanter Vergehen in Haft – die höchste Zahl seit acht Jahren. Mehr als die Hälfte (180 Kinder) werden in Verwaltungshaft gehalten, ohne regelmäßigen Zugang zu einem Rechtsbeistand oder das Recht, ihre Inhaftierung anzufechten.
Im Gazastreifen wurden laut UNICEF seit dem Waffenstillstand im Oktober 2025 mindestens 229 Kinder getötet und 260 verletzt. Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen merkte an, dass rund 10.000 Kinder im Gazastreifen an lebensverändernden Verletzungen leiden, darunter Traumata an Gliedmaßen, Rückenmark oder Gehirn. Insgesamt erlitten etwa 43.000 der 172.000 Verletzten im Gazastreifen seit Oktober 2023 solch schwere Verletzungen.