Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der Internationale Museumstag, der jährlich am 18. Mai begangen wird, bietet der UNESCO und dem Internationalen Museumsrat (ICOM) die Gelegenheit, Museen als unverzichtbare Orte des Dialogs, der Bildung, der kulturellen Kontinuität und der Friedensförderung zu würdigen. Das Motto für 2026, „Museen – eine gespaltene Welt vereinen“, ist insbesondere im Sudan relevant, wo der anhaltende Konflikt das kulturelle Erbe des Landes bedroht.

Seit Kriegsausbruch 2023 wurden in Sudan über zwanzig Museen geplündert oder beschädigt, was zum Diebstahl, zur Zerstörung und zum Schmuggel Tausender Artefakte führte. Museen, die nubische, kuschitische, islamische und afrikanische Geschichte bewahren, wurden gezielt angegriffen, wodurch das kulturelle Gedächtnis und die Identität bedroht sind.

Am Internationalen Museumstag betonte UNESCO-Generaldirektor Khaled El-Enany, dass Museen ein integraler Bestandteil der Gesellschaft seien, da sie Gemeinschaften zur Reflexion anregten und das gemeinsame Verständnis förderten. Junaid Sorosh-Wali, UNESCO-Repräsentant im Sudan, hob hervor, dass der Schutz der sudanesischen Museen nicht nur für die Erhaltung von Artefakten, sondern auch für den Erhalt von Erinnerung, Identität und zukünftiger Versöhnung von entscheidender Bedeutung sei.

Als Reaktion auf die Krise hat die UNESCO über ihren Kulturerbe-Nothilfefonds Sofortmaßnahmen mobilisiert, um Museen und ihre Sammlungen unter schwierigen Bedingungen zu schützen. In Zusammenarbeit mit der sudanesischen Nationalen Gesellschaft für Altertümer und Museen (NCAM) bewertete die UNESCO Schäden und Risiken an prioritären Stätten wie den Museen von Kerma, Gebel Barkal, Rotes Meer, El Damer und Sennar und ermöglichte so dringende Schutz- und Stabilisierungsmaßnahmen.

Die UNESCO hat unter anderem digitale Datenbanken erstellt, die 1.737 Artefakte dokumentieren, um den Schutz vor illegalem Handel zu verbessern. Außerdem wurden Sammlungen aus El Damer in sicherere Depots im Museum von Kerma verlegt. Das sudanesische Nationalmuseum hat erhebliche Verluste erlitten; über 4.000 Artefakte gelten als vermisst. Darüber hinaus hat die UNESCO 40 Mitarbeiter des Nationalen Minenräumzentrums geschult und unterstützt so weitere Schutzmaßnahmen.