Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die Vereinten Nationen haben den jüngsten großangelegten Raketenangriff auf Kiew verurteilt, bei dem mindestens ein Mensch getötet und ein Dutzend weitere verletzt wurden. Der Angriff beschädigte Wohnhäuser, Geschäfte, eine U-Bahn-Station und ein Lager der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Region Kiew. Obwohl die Mitarbeiter unverletzt blieben und sich keine medizinischen Güter im Lager befanden, beeinträchtigte der Schaden die Einsatzfähigkeit der WHO, so die Organisation.
UN-Beamte berichteten, dass innerhalb von etwa 40 Minuten 41 Raketen abgefeuert wurden und bezeichneten den Angriff als einen der größten und heftigsten auf Kiew und die umliegende Region. Der Angriff folgte auf einen tödlichen Angriff in der Region Odessa am Vortag, bei dem es Opfer gab, darunter auch Kinder in einem Vergnügungspark.
Der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in der Ukraine betonte die zunehmenden Opferzahlen bei Angriffen auf Zivilisten in der gesamten Ukraine, auch in städtischen Gebieten fernab der Frontlinien. In der Erklärung wurde daran erinnert, dass Zivilisten, ihre Häuser und humanitäre Hilfe gemäß internationalem Recht geschützt werden müssen und niemals Zielscheibe von Angriffen sein dürfen.
Humanitäre Organisationen reagierten mit Mahlzeiten, Unterkünften und psychologischer sowie rechtlicher Unterstützung für die Betroffenen. UN Women hob die unverhältnismäßigen Auswirkungen auf Frauen hervor und wies darauf hin, dass Frauen in Gebieten wie dem stark von dem Angriff betroffenen Bezirk Lukianivska weiterhin die Hauptlast des Konflikts tragen. Zwischen Januar und Mai 2026 stieg die Zahl der zivilen Opfer unter Frauen und Mädchen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025 schätzungsweise um 34 Prozent.
Die Widerstandsfähigkeit der Kiewer Markthändler, die nach den Razzien ihre Arbeit wieder aufnahmen, wurde zwar anerkannt, doch verdeutlicht dies die anhaltenden Herausforderungen, denen sich Zivilisten, insbesondere Frauen, inmitten der andauernden Gewalt gegenübersehen. Die Vereinten Nationen haben ein Ende der Gewalt sowie geschlechtersensible humanitäre Hilfe und Wiederaufbaumaßnahmen gefordert.