Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Nach dem Ausbruch von Ebola am 15. Mai in der Provinz Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo mobilisierten UN-Organisationen ihre Kräfte, um die Gesundheitsbehörden in der DR Kongo und in Uganda zu unterstützen. Innerhalb von 72 Stunden lieferte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 11,5 Tonnen medizinische Ausrüstung, darunter persönliche Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Sets, Zelte sowie Artikel für Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene, um die Infektionsprävention und die Behandlung von Erkrankten zu unterstützen.
Die UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) trug zur Einrichtung einer Luftbrücke bei, indem sie Flugzeuge einsetzte, um WHO-Notfallgüter von Nairobi nach Bunia, der Provinzhauptstadt, zu transportieren. Zusätzlich wurden vier Fahrzeuge und zwei Motorräder zur Verbesserung der Logistik entsandt. Bis zum darauffolgenden Mittwoch waren etwa 30 Tonnen Hilfsgüter nach Bunia eingeflogen worden.
Neben der Logistik führten die MONUSCO-Friedenstruppen in Orten wie Tchabi im Irumi-Gebiet und Fataki Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung durch. Diese Kampagnen informierten die Bewohner, darunter auch Binnenvertriebene, über Ebola-Prävention und betonten dabei die Bedeutung von Händewaschen, der Verwendung von Schutzausrüstung und der Erkennung von Symptomen, um die Vorsorge zu verbessern und Panik zu vermeiden – ganz im Sinne ihres Mandats zum Schutz der Zivilbevölkerung.
Der Ebola-Ausbruch verschärft die bestehende humanitäre Krise. Laut Welternährungsprogramm sind 26,5 Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo landesweit von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. In Ituri und den umliegenden östlichen Provinzen leiden 10 Millionen Menschen unter schwerem Hunger, verursacht durch Konflikte und Vertreibung. Allein in Ituri erleben 1,7 Millionen Menschen eine akute oder noch schlimmere Ernährungsunsicherheit.