Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die jüngsten Erdbeben in Venezuela haben laut dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) zu über 3.500 Todesopfern und mindestens 16.740 Verletzten geführt, wobei 6.462 Personen gerettet wurden.
In einer virtuellen Pressekonferenz aus Caracas betonte Tom Fletcher, Koordinator der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfe, den weiterhin bestehenden erheblichen humanitären Bedarf nach Abschluss der Such- und Rettungsaktionen. Über 200 Partner aus verschiedenen Mitgliedstaaten und UN-Organisationen haben Hilfsgüter geliefert.
Zu den aktuellen Maßnahmen gehören die Gesundheitsversorgung durch die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO), Unterkünfte und Schutz durch UN-Organisationen wie die IOM und das UNHCR, kinderorientierte Hilfe von UNICEF sowie Nahrungsmittelhilfe durch das Welternährungsprogramm (WFP) und seine Partner. Die Beseitigung der Trümmer und die Ermittlung des langfristigen Bedarfs werden vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) koordiniert.
Fletcher betonte die Wichtigkeit des Übergangs von der Nothilfe zu einem koordinierten Wiederaufbauplan, der Nahrungsmittelversorgung, Unterkünfte, Trümmerbeseitigung und Entwicklung umfasst. Er merkte an, dass weiterhin erhebliche Herausforderungen bestehen, da bereits vor den Erdbeben fast acht Millionen Venezolaner auf humanitäre Hilfe angewiesen waren.
Er rief außerdem die Mitgliedstaaten und Geber auf, ihre Unterstützung zu erhöhen, und wies darauf hin, dass 296 Millionen Dollar benötigt würden, um 1,3 Millionen Menschen in den nächsten sechs Monaten zu helfen. Er betonte die Notwendigkeit, in grundlegende lebensnotwendige Dienstleistungen zu investieren.